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Erste gemeinsame Graduiertenschule von HAW Hamburg und Uni Hamburg

Nachtweh | 24.01.2012

 

[Lehre/Forschung] „Nun hat es doch geklappt“, freut sich Prof. Dr. Riemschneider. Gemeinsam mit seinen HAW-Kollegen, Prof. Dr. Scherer und Prof. Dr. Winkler, und fünf Universitätsprofessoren wurde die erste kooperierende „Doktorandenschule“ mit der Universität Hamburg ins Leben gerufen.

In der multidisziplinären „Graduate School Key Technologies for Sustainable Energy Systems in Smart Grids“ sollen Schlüsseltechnologien für eine effiziente Energiespeicherung und -nutzung von fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen wie beispielsweise Sonne, Wind oder Biogas entwickelt werden.

Von unserer Hochschule sind Paul Scherer (Fakultät Life Sciences), Wolfgang Winkler und Karl-Ragmar Riemschneider (beide Fakultät Technik und Informatik) mit jeweils einer Doktorandenstelle beteiligt. Auch sind sie gleichberechtigt als Partner in die Promotionsvorhaben der Universität eingebunden.

„Insgesamt werden in das Kolleg acht Doktorandenstellen und eine Post-Doktorandenstelle eingebettet sein. Vollzeitstellen wohl bemerkt, was mich besonders freut, da dies an der Universität Hamburg nicht unbedingt üblich ist,“ sagt Professor Riemschneider.

Das von ihm betreute Forschungsvorhaben wird sich mit drahtlosen Sensoren zur Überwachung des Innenlebens von Batterien beschäftigen. Die Sensoren sollen den Zustand der einzelnen Batteriezellen mitteilen und so helfen, den Funktionskreislauf der Batterie zu optimieren. Dadurch kann die Lebensdauer von Batterien deutlich verlängert werden.

Das von Professor Winkler betreute Projekt befasst sich mit der Systemtechnik und -optimierung von „flüssigen Batterien“. Diese Flow-Batterien lagern den flüssigen Elektrolyten aus der eigentlichen elektrochemischen Zelle aus. In Tanks außerhalb der Batteriezellen kann so deutlich mehr elektrische Energie als bei herkömmlichen Batterietypen eingelagert werden. Flow-Batterien sind damit Verwandte der Brennstoffzellen, mit der Besonderheit, wieder aufladbar zu sein. Die „flüssigen Batterien“  sollen in der Lage sein, die nicht konstante Energielieferung von regenerativen Energiequellen mit der Abnahme durch die Verbraucher abzustimmen.

Professor Scherers Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Steuerung von Mikroorganismen in Biogasanlagen. Gelingt es, die Tätigkeit von Mikroorganismen kontrolliert an- oder abzuschalten, können Biogasanlagen zu dem Zeitpunkt Energie produzieren, zu dem sie benötigt wird.

Neben den Forschungsarbeiten werden alle Doktoranden in der gemeinsamen Doktorandenschule durch ein integriertes Ausbildungsprogramm gefördert. Das Programm beinhaltet Vorlesungen, gemeinsame Vortragsseminare, Workshops und eine Summer School.  Finanziert wird das Kolleg durch die Forschungs- und Wissenschaftsstiftung Hamburg im Rahmen der Landesexellenzinitiative LEXI.

Mitglieder der Doktorandenschule
- Prof. Dr. Volker Abetz, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Institut für Polymerforschung
- Jun-Prof. Dr. Julien Bachmann, UHH, Institut für Angewandte Physik
- Prof. Dr. Peter Burger, UHH, Institut für Anorganische und Angewandte Chemie (Sprecher)
- Dr.-Ing. Thomas Flower, HAW Hamburg, Dean Faculty Engineering
- Prof. Dr. Michael Fröba, UHH, Institut für Anorganische und Angewandte Chemie,
- Prof. Dr. Gerrit Luinstra, UHH, Institut für Technische und Makromolekulare Chemie
- Prof. Dr. Paul Scherer, Hamburg HAW, Labor für Angewandte Mikrobiologie
- Prof. Dr.-Ing. Karl-Ragmar Riemschneider, HAW Hamburg, Department Informations- und
  Elektrotechnik
- Prof. Dr. Wolfgang Winkler, HAW Hamburg, Institut für Energiesysteme und
  Brennstoffzellentechnologie (Stellv. Sprecher)

Weitere Informationen unter: www.chemie.uni-hamburg.de/gs-smartgrids/index.html

Letzte Änderung: 24.01.12

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