
Hintergrund
Die Anzahl der Menschen, die an Adipositas leidet, steigt derzeit in Europa dramatisch an. Adipositas entwickelt sich zu einer Epidemie vergleichbar mit dem bereits bestehenden hohen Ausmaß, in den USA. Gerade die Entwicklung von Übergewicht unter Schulkinder ist alamierend [1].
In den europäischen Ländern leiden 10 – 15% der Erwachsenen unter Adipositas, Übergewicht betrifft inzwischen 40% der Bevölkerung .Für Kinder im Durchschnittsalter von 10 Jahren wird eine Übergewichtprävalenz von 10 – 35% berichtet [2].
Adipositas und Übergewicht sind stark assoziiert mit dem “Metabolic Syndrome”, welches sich als Insulinrestizenz, abnormales Blutfett Schemata und einen hohen Blutdruck äußert.
Dieser Trend der Krankheitsentwicklung wirkt sich enorm auf das öffentliche Gesundheitssystem wie auch auf die wirtschaftlichen Folgen aus. Die zukünftigen finanziellen Ausgaben für die Erkrankung an Adipositas werden derzeit auf 2 bis 8% der gesamten Gesundheitskosten in den westlichen Ländern geschätzt. Das entspricht 70 bis 130 Billionen Euro in der europäischen Union [3].
Aufgaben der HAW Arbeitsgruppe
Ziel des Forschungsprojektes DiOGenes war es, in einem breit angelegten interdisziplinären Ansatz Strategien zu entwickeln, die übergewichtigen und adipösen Patienten helfen, nach einer Gewichtsabnahme das reduzierte Körpergewicht langfristig zu stabilisieren. DiOGenes wurde von Prof. Wim Sarris (Universität Maastricht) koordiniert und von einem Konsortium aus 29 Partner in ganz Europa getragen. Die Arbeitsgruppe an der HAW (Leitung Prof. Westenhöfer) war an der Research and Technology Development Line 4 (RTD4) „Obesity and consumer attitudes and behaviour“ beteiligt und untersuchte hier den Zusammenhang zwischen Essverhalten sowie psychologischen Faktoren (u.a. Befindlichkeit, Lebensqualität, Aufmerksamkeit und Gedächtnis) und der Gewichtsentwicklung der Studienteilnehmer.
Die Forschungsergebnisse wurden auf einer im Rahmen des Projektes entwickelten multilingualen Online-Plattform veröffentlicht der so genannten ORBAST (Obesity Risk and Behavioural Advice Screening Tool). Bislang ist ein Prototyp entwickelt worden. Die entgültige Plattform soll zukünftig kostenfrei von wissenschaftlichen Organisationen, Unternehmen, Konsumenten, Patienten und Ärzten genutzt werden können.
Referenz
[1] Markos Kyprianou, European Commissioner for Health and Consumer Protection, March 2005
[2] "Obesity in Europe". International Obesity Task Force, 2002
[3] Vortrag von D. Byrne, EU Kommissar für Public Health, Mai 2004
[4] EU Platform Briefing Paper. International Obesity Task Force, March 2005











