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10. September 2003

Cool bleiben − kann man lernen!

 

Bei Jugendlichen nimmt die Bereitschaft zur Gewaltanwendung immer mehr zu, die Hemmschwellen sinken, die Täter werden immer jünger und brutaler; längst versuchen weibliche Gewalttäter mit männlichen gleichzuziehen. Opfer jugendlicher Gewalt sind meist andere Kinder und Jugendliche. Diese besorgniserregende Entwicklung belastet Öffentlichkeit, Kommunen und Justiz gleichermaßen und gibt dringenden Anlass zum Handeln.

 

Mit der Zusatzqualifikation zum Thema ANTI-AGGRESSIVITÄTSTRAINING/COOLNESS-TRAINING bietet das Zentrum für Praxisentwicklung – ZEPRA – des Fachbereichs Sozialpädagogik der HAW Hamburg Fachkräften aus den Bereichen Jugendhilfe, Schule sowie Justiz ein erfolgreiches Instrument im Umgang mit aggressiven Mehrfachauffälligen an. Denn aggressive Jugendliche müssen lernen, trotz einer schwierigen Kindheit mit ungünstigen Entwicklungsbedingungen, Unschuldige nicht zu schlagen und zu misshandeln.

 

„Den Täter mögen, bei gleichzeitiger massiver Ablehnung seiner Gewaltbereitschaft“: Beim ANTI-AGGRESSIVITÄTSTRAINING/COOLNESS-TRAINING lernen die Jugendlichen, die Grenzen anderer zu erkennen und zu akzeptieren. Eine konsequente Tatkonfrontation im Detail bewirkt, dass Aggressive sich selbst und die Gefühlswelt ihrer Opfer kennen lernen. Die üblichen Rechtfertigungen von Gewalttätern werden auf dem "Heißen Stuhl" als ungültig entlarvt. Dabei helfen sogenannte Tutoren, hafterfahrene Ex-Schläger, die alle Ausflüchte und Ausreden ("... der hat so blöd geschaut") kennen und deshalb nicht gelten lassen.

 

Während die Anwendungsgebiete des ANTI-AGRESIVITÄTSTRAININGS bei der Bewährungs-, Jugendgerichtshilfe und im Strafvollzug anzusiedeln sind, setzt das COOLNESSTRAING bereits im Bereich der Gewaltprävention in Schule, Streetwork und beispielsweise bei der Jugendhilfe an.

 

Die einjährige, berufsbegleitende Fortbildung zum Thema ANTI-AGGRESSIVITÄTSTRAINING/COOLNESS-TRAINING beim Zentrum für Praxisentwicklung – ZEPRA – des Fachbereichs Sozialpädagogik der HAW Hamburg beginnt im November 2003 und berechtigt zur Durchführung des Trainings sowie zur Multiplikatorentätigkeit. In sieben jeweils zweitägigen Lehrblöcken werden im Zeitraum vom 24. November 2003 bis 19. Oktober 2004 die theoretischen und praktischen Grundlagen dieser Behandlungsmaßnahme erlernt. Der Lehrgang kostet inklusive Materialien 2.400 Euro. Vorraussetzung für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule oder vergleichbare Qualifikation. Darüber hinaus ist die Ausübung einer einschlägigen Berufstätigkeit während der Zusatzqualifikation erforderlich.

 

Weitere Informationen und Anmeldung:
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Fachbereich Sozialpädagogik, ZEPRA
Martina Stehn
Saarlandstr. 30, 22303 Hamburg
Tel.: 49.40.428 75-7037, Fax 49.40.428 75-7009
Mail: martina.stehn@sp.haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 12.12.11

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