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17. Februar 2004

„Jugendkriminalität und Sozialarbeit“

Aktuelles aus dem Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg

 

Im aktuellen Heft standpunkt : sozial vom Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg wird eine fundierte Bestandsaufnahme zum Thema

Jugendkriminalität vorgenommen. Angeheizt durch Medienberichte über spektakuläre Fälle, nimmt das Thema Jugendkriminalität in der öffentlichen Diskussion einen besonders hohen Stellenwert ein. Die Prävention und Bekämpfung der Kriminalität von Jugendlichen ist mittlerweile zum Politikum geworden, das die öffentliche Meinung emotionalisiert und spaltet. Um so wichtiger ist eine besonnene Bestandsaufnahme vom Ausmaß und Umfang der Jugendkriminalität, von ihren Ursachen und dem Für und Wider der jeweils propagierten Maßnahmen zur ihrer Bekämpfung.

 

Unter dem Titel „Jugendkriminalität und Sozialarbeit“ stellen Fachleute aus Wissenschaft, den zuständigen Behörden und der praktischen Jugendarbeit im neuen Heft von standpunkt : sozial ihre oft auch kontroversen Einschätzungen und Handlungsvorschläge vor. Ein weiterer Themenschwerpunkt dieser Ausgabe ist die in Hamburg wieder eingeführte geschlossene Unterbringung von straffälligen Jugendlichen.

 

Die Beiträge von Peter Hammer und Herbert Wiedermann, beide in führenden Positionen des Amtes für Jugend, setzen sich beispielsweise mit den neuen Zielsetzungen der Hamburger Jugendhilfepolitik auseinander. Dirk Bange, Leiter der Abteilung „Familie und Gleichstellung“ der Behörde für Soziales und Familie, bilanziert die bisherige Jugendhilfepolitik in Hamburg und erläutert das Konzept des Familieninterventionsteams (FIT) und der geschlossenen Unterbringung. Charlotte Köttgen, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, und Mitglieder der Hamburger Gruppe der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) gehen kritisch auf das Thema der geschlossenen Unterbringung ein.

 

Einen Einblick in die statistischen Daten der polizeilichen Kriminalstatistik des letzten Jahres gibt Ingeborg Legge vom Landeskriminalamt. Hinsichtlich der Maßnahmen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität wird im Beitrag von Jens Weidner der Ansatz der Konfrontativen Pädagogik erläutert. Jens Weidner ist Erziehungswissenschaftler und Kriminologe am Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg und prominenter Vertreter des Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainings® (AAT/CT). Der Psychiater und Psychoanalytiker Georg Schürgers beschäftigt sich in seinem Artikel mit der psychischen Disposition Jugendlicher, insbesondere derer, die zu kriminellen Taten tendieren.

 

Im umfangreichen Informationsteil des Heftes geht es in zwei Beiträgen noch einmal um das Thema „Neue Steuerungsmodelle“. Nachträge zum vorangegangenen Heft „Männer, Väter, Jungen“ liefern die Beiträge „Schwule Mädchen – Herausforderungen des Hybriden für die Pädagogik“ von Elisabeth Tuider und der Bericht über Forschungsergebnisse zum Thema „Jungen am Computer“ von Bettina Jansen-Schulz. Zur aktuellen Diskussion um das Kita-Gutschein-System nimmt der Landesvorstand Hamburg des Deutschen Berufsverbands für Sozialarbeit Stellung.

 

Das Heft standpunkt : sozial „Jugendkriminalität und Sozialarbeit“ umfasst 124 Seiten und kann für 7 Euro (inklusive 2 Euro Versandkosten) bestellt werden bei:

standpunkt : sozial, HAW Hamburg, Fachbereich Sozialpädagogik, Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg oder per E-Mail: dietrich.treber(@)sp.haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 09.03.11

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