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14. September 2007

Symposium zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR) an der HAW Hamburg gut besucht

 

Bei den ersten HAW Energie-Zukunftsgesprächen am 13. September 2007 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) kamen mehr als 100 Praktiker, Politiker und Wissenschaftler zusammen, um Zukunftsstrategien zu entwickeln, wie sich Unternehmen stärker ihrer energie­politischen Verantwortung stellen können. Aktuelle Fragen wie Klimaschutz, Versorgungssicherheit, transparente Markt- und Preisgestaltung und Energie­effizienz waren Themen der Tagung „CSR als Erfolgsfaktor in der Energiebranche“.

 

Die HAW Energie-Zukunftsgespräche boten Vertretern aus Wissenschaft und Energiewirtschaft ein Forum zu folgenden Themen (u.a.): CSR als Erfolgsfaktor für Unternehmen, neue europaweite gesetzliche Rahmenbedingungen für CSR, Nachhaltige Energieversorgung als Imagefaktor der Energiebranche, Erfahrungsberichte von Unternehmen der Energie­wirtschaft und anderer Unternehmen. Namhafte Entscheider und Spezialisten aus der Energiewirtschaft, der Wissenschaft, der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt u.a. diskutierten lebhaft und intensiv Fragen rund um die gesellschaftliche Verantwortung der Energiewirtschaft.

 

Quintessenzen der Veranstaltung: Bislang ist es immer noch sehr schwierig die Auswirkungen von CSR-Engagement als kreativen Ansatz von Unternehmenspolitik auf deren Leistungsbilanz zu ermitteln. Klar ist aber: unethisches Verhalten wird abgestraft und stellt eine Gefährdung des Unternehmenserfolges dar. Die CSR- Studie von Prof. Annette Schikarski an der HAW Hamburg zeigt, dass 82% der Konsumenten sich inzwischen eine verantwortungsvolle Energieversorgung wünschen. Ein Wertewandel ist in Gang gekom­men, der insbesondere Klimaschutz, erneuerbare Energien und innovative Technologien in den Vordergrund stellt und inzwischen Hauptanliegen der Kunden an die Energieversorgers darstellt. Sport- und Kultursponsoring werden als weniger dringlich angesehen. Auch wenn die Mehrheit der Konsumenten mit dem Begriff CSR heute noch nichts anfangen kann, haben Verbraucher ein guten Gespürt dafür, welches Unternehmen CSR ernst meint. CSR muss als ein wesentlicher Teil in der Unternehmensstrategie verankert werden und im Management angesiedelt sein. Sinnvolle CSR ist von reinem Marketing deutlich abzugrenzen und zahlt sich aus: es ist monetär messbar und schafft langfristig eine Wertsteigerung des Unternehmens. „Es kann nicht sein, dass ein Stromerzeuger die Umwelt verschmutzt, sich aber andererseits für bedrohte Tierarten einsetzt und es dann auch noch ganz groß kommuniziert.“, so eine Aussage auf dem Symposium. CSR muss von Unternehmen deshalb nachhaltig gelebt werden und sich in Produkten und Dienstleistungen widerspiegeln. 45% der Stromkunden sind dann sogar bereit für Strom, der einem guten Zweck zu Gute kommt, einen geringen Mehrpreis zu zahlen.

 

Auf den ersten Blick adressiert CSR die Welt der Unternehmen. Tatsächlich greift der Ansatz, nur die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen zu kurz. Denn bei CSR handelt es sich um ein umfassendes Konzept der verbesserten Zusammenarbeit von Staat, Unternehmen und Dritten. Die HAW Hamburg als prädestinierte Hochschule für angewandte Wissen­schaften übernimmt die Verantwortung für dieses Themenfeld. Ziel ist es, Themen der Wirtschaft aufzugreifen und wissenschaftliche Lösungsstrategien bereitzustellen. Ferner sollen diese Bedarfe neue wissenschaftliche Ausbildungsprofile generieren, um den künftigen Nachwuchs für Fragen in CSR in Unternehmen zu sichern. Leitspruch der Hochschule ist deshalb: Wissen fürs Leben.

 

Kontakt: HAW Hamburg, Ralf Behrens, Forschung und Transfer, Tel. +49.40.428 75-9130/-9026, Fax 427 976 832, E-Mail ralf.behrens(@)haw-hamburg.de; energie(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 09.03.11

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