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28. Februar 2008

Frühe Hilfen – Frühintervention und STEEP.

Thema des neuen Heftes standpunkt : sozial der HAW Hamburg

 

Frühe Hilfen für Risikofamilien und -mütter können ein entscheidender Schritt sein, um Kindes­misshand­lungen und Vernachlässigungen vorzubeugen oder zu verhindern. Berichte über Frühe Hilfen in der Praxis und das STEEP-Konzept (Steps towards effective and enjoyable paren­­ting) sind Themen des aktuellen Heftes standpunkt : sozial der Fakultät Wirtschaft und Soziales der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg).

 

Berichte über Kindesmisshandlung und -vernachlässigung findet man in letzter Zeit nicht nur in der Boulevard­­presse, sondern auch in der seriösen Berichterstattung. Die Geschichten und Bilder lassen bei vielen ein Gefühl von Wut und Ohnmacht zurück. Gefordert werden entschiedenes und früheres Eingreifen des Staates und schärfere Strafen für die Täter und Täterinnen. Aus professioneller Sicht ist zunächst jedoch auch die Frage nach der Vorsorge zu stellen.

 

Ein in den USA seit Jahren erfolgreich erprobtes Programm ist STEEP. Es setzt darauf, hoch belastete Familien auf das Zusammensein mit ihrem Kind vorzubereiten und mit Hilfe von Videoaufnahmen ("seeing is believing") von Eltern-Kind-Interaktionen gelungenes, einfühlsames Verhal­ten zu erkennen und zu festigen. Seit 2004 wird STEEP in einem hochschulübergreifenden Verbund der HAW Hamburg zusammen mit der FH Potsdam in Praxiseinrichtungen eingeführt und in einer aufwän­digen Begleitforschung bewertet.

 

Im neuen Heft berichten die Begründer von STEEP, Martha F. Erickson und Byron England (abgedruckt in der Originalsprache Englisch) über ihr Präventionsprogramm. Außerdem werden Frühe Hilfen in Deutschland – besonders aber das STEEP-Programm – in Theorie und Praxis vorgestellt. Träger und Einrichtungen, die vor Ort arbeiten, berichten von ihren Erfahrungen.

 

Weitere Themen sind: die „Entdeckung“ der „neuen Unter­schicht“ und die disziplinierende Wirkung von Hartz IV auf die Empfänger. Ein anderer Beitrag diskutiert die rechtliche Seite von Frühe Hilfen: der Schutzauftrag des Jugendamtes bei Kindeswohlge­fährdung gem. § 8a SGB VIII und plädiert für Staatsferne der Freien Jugendhilfe. Die Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen im Elementarbereich ist ebenfalls ein Thema in dem gleichnamigen Beitrag.Ein Bericht über die Verleihung des  Hamburger Exzellenzpreises Soziale Arbeit an den Hamburger Sozialarbeiter Peter Schröder-Reineke und die Darstellung des Akkreditierungsverfahrens des Bacherlor-Studiengangs Soziale Arbeit .sind weitere Themen.

 

Weitere Informationen aus den Departments Soziale Arbeit und Pflege & Management wie Personalien, Buchbesprechungen, Neuerscheinungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen schließen das Heft ab. Das Heft umfasst 128 Seiten und kann für 7 € (inkl. 2 € Versand) bestellt werden.

 

Bestellungen:

HAW Hamburg, Fakultät W & S

standpunkt : sozial

Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg

dietrich.treber(@)sp.haw-hamburg.de

 

Letzte Änderung: 09.03.11

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