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5. August 2008

Prekäre Lebenslagen – Gesichter der Armut. Neues Doppelheft 1+2/2008 von standpunkt : sozial  widmet sich dem Schwerpunktthema: „Wege aus der Armut – Beiträge der Sozialen Arbeit“.

Der Dritte Armutsbericht der Bundesregierung (2008) zeigt erneut, dass beträchtliche Teile der Bevölkerung in Armut leben und damit in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales und Kultur erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Armut ist für die Soziale Arbeit nach wie vor eine zentrale Herausforderung, Wege aufzuzeigen, wie auf unterschiedliche Formen von Armut fach­lich angemessen reagiert werden kann. Neben sozialen Sicherungsmaßnahmen sind die Betroffe­nen auch auf die Soziale Arbeit mit ihren unter­schied­lichen Arbeitsbereichen angewiesen, um in ihrer prekären Lage über die Runden zu kommen. Das nun vorliegende Doppelheft dokumentiert Ergebnisse der Jahrestagung 2007 der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit zum Thema „Wege aus der Armut – Beiträge der Sozialarbeitsforschung“, die am 30. November und 1. De­zember 2007 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg in Kooperation mit dem Depart­ment Soziale Arbeit durchgeführt wurde.

Armut, schon immer wesentliche Herausforderung für Soziale Arbeit, wird künftig zur zentralen profes­sionellen Herausforderung im Zeichen der Globalisierung und der Individualisierung von Problemlagen. Die dokumentierten Beiträge der Tagung vermitteln einen Eindruck von den vielen Gesichtern der Armut und den unterschiedlichen Anforderungen, vor denen die Soziale Arbeit im Umgang mit Armutsthemen steht. Aktuelle Forschungen im Bereich von Armut sind Voraussetzung dafür, nicht nur anklagen, sondern auch Lösungsansätze entwickeln zu können.

Der zweite Teil des Heftes enthält weitere Beiträge aus der Arbeit des Departments Soziale Arbeit. Das Thema Bildung stand im Mittelpunkt dreier Vorträge auf dem diesjährigen Jahresempfang des Zentrums für Praxisentwicklung (ZEPRA): Wolfgang Hantel-Quitmann hebt anhand von Beispielen die Bedeutung der emotionalen Bildung hervor, denn „ohne Gefühle ist der Verstand verloren“. Peter Stratmeyer befasst sich mit der Patientenerziehung, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Marion Panitzsch-Wiebe fragt nach „Bildung als Baustein einer gelingenden Biografie“.

Über die sozialhistorischen Ursprünge der Gesundheitsbewegung und der modischen „Wellness“-Getränke informiert am Beispiel der „alkoholfreien Erfolgsstory“ von „Sinalco“ ein unterhaltsamer und mit historischen Postkarten bebilderter Beitrag von Rainer Müller-Broders, Suchtbeauftragter für die Hamburger Hoch­schulen. „Wenn der Regenbogen blasser wird“ lautet der Beitrag des Studenten Fabio Casagrande zum Thema „Alter und männliche Homosexuelle“. Die Studentin Johanna Schmidt schreibt „Zum Stellenwert der Kulturarbeit in der Sozialen Arbeit“; über eine Sozialarbeitstagung in St. Pölten in Österreich berichtet Dennis Michalke. Termine, Informationen, Buchbesprechungen runden das reichhaltige Heft ab.

Das Heft umfasst 234 Seiten und kann für 10 € (inkl. 2 € Versand) bestellt werden.

Bestellungen:
HAW Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales
Standort Saarlandstraße
standpunkt : sozial
Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg
dietrich.treber(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 09.03.11

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