18. November 2009

Allianz aus Wirtschaft und Wissenschaft für Europas Umwelthauptstadt 2011: Greenovation – Initiative Hamburg St. Georg gegründet

IBM, Philips und Siemens bündeln Expertise im Stadtteil und entwickeln mit der HAW Hamburg Projekte zu Umwelt- und Klimaschutz.

Die in St. Georg ansässigen Unternehmen IBM, Philips und Siemens unterstützen mit der benachbarten Hochschule für Angewandte Wissen­schaften Hamburg (HAW Hamburg) die neue Umweltinitiative „Greenovation – Initiative Hamburg St. Georg“. Ziel des von St. Georgs Quartiermanager Wolfgang Schüler gegrün­deten Projektes ist es, im Stadtteil gemein­sam Umwelt- und Klimaschutz-Lösungen zu entwickeln, die im Rahmen der Auszeichnung Hamburgs zu Europas Umwelthauptstadt ("European Green Capital") im Jahr 2011 prä­sen­tiert werden sollen.

Die Initiative will mit in St. Georg entwickelten Modellprojekten die Metropolregion Hamburg unterstützen, ihre ehrgeizigen Umweltschutzziele zu erreichen. Klimaschutz, erneu­erbare Energien und Energieeffizienz, Stadteffizienz, Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung sowie Sicherheit sind nur einige der Themen, die angegangen werden sollen.

Gegenstand des ersten gemeinsamen Projektes wird der Campus der HAW Hamburg in Bergedorf sein. Geplant ist eine gesamtenergetische Betrachtung der Liegenschaften über alle Bezugsmedien. Dazu gehören die Feststellung des gesamten Energieverbrauchs ebenso wie die Ermittlung der Einsparpotenziale und Vorschläge zur Umsetzung des Einsparpoten­ziales. Die Studierenden der HAW Hamburg werden direkt im Rahmen ihrer Ausbildung eingebunden. Das ermöglicht eine bedarfsorientierte Ausbildung unter Live-Bedingungen.

Außerdem sucht die Initiative in den nächsten Wochen den Austausch mit vorhandenen Expertengremien, Cluster- und Projektinitiativen sowie verschiedenen politischen Gremien auf Bezirks- und Landesebene. Wirtschaftssenator Axel Gedaschko: „Innovationen sind der Schlüssel zum Erhalt von Hamburgs internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Der Hamburger Senat ist gerade für seine unter­schiedlichen Bemühungen ausgezeichnet worden und darf nun den Titel „Green Capital“ tragen. Wir können uns aber nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Daher begrüße ich die Initiative, Wirtschaft und Wissenschaft am Standort St. Georg zusammenzubringen. Das vorbildliche Engagement für eine bedarfs- und zukunftsorientierte Ausbildung, Ideen für intelligente Infrastruktur und die angestrebte Anbindung des Mittelstandes in alle wirtschaftlichen Kernthemen der Stadt weisen in eine vielversprechende Richtung.“

Zustande gekommen ist die ungewöhnliche Allianz von Wettbewerbern aus der Industrie mit der Hochschule im Stadtteil St. Georg durch die Vermittlung von Wolfgang Schüler von der Interessensgemeinschaft Steindamm e.V.: „Wir wollen einen neuen Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik anstoßen, der ganz Hamburg einen Nutzen bringt“, so der Quartiersmanager. Die Initiative nimmt laut Schüler gerne weitere Unternehmen und andere Partner auf, die mitmachen wollen: „Wir sind sehr offen für weitere Unterstützer, insbesondere aus dem Mittelstand. Wir wollen nicht nur die effektive und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Projektmitgliedern fördern um nachhaltig innovativ zu wirken, sondern uns mit vorhandenen Initiativen vernetzen und dem Mittelstand eine Plattform bieten.“

Im Februar 2009 wurde Hamburg als eine der beiden ersten europäischen Städte der EU-Kommission zur "European Green Capital" gekürt. Im Jahr 2010 wird die schwedische Hauptstadt Stockholm erste EU-Umwelthauptstadt. Hamburg hatte sich unter anderem mit dem Klimaschutzkonzept Hamburg, dem Ausbau des Nahverkehrs, der Förderung Erneuerbarer Energien und Projekten wie dem Sprung über die Elbe beworben. Als „European Green Capital“ wird Hamburg den Titel mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen mit Leben füllen. Unter anderem ist geplant, mit einem „Zug der Ideen“ den Geist der Umwelthauptstadt Europas in andere europäische Städte zu tragen.

Pressekontakt:

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