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Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
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Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende gestartet

50 Partner aus Hamburg und Schleswig-Holstein starten mit NEW 4.0 Großprojekt für das Energiesystem der Zukunft. NEW 4.0 will als „Schaufenster“ aufzeigen, dass eine Region mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits ab 2035 zu 100 Prozent sicher mit regenerativer Energie versorgt werden kann. Die Projektinitiative NEW 4.0 nimmt teil am Wettbewerb um das Förderprogramm „Schaufenster Intelligente Energie – Wind“, den das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie ausgeschrieben hat. Das CC4E der HAW Hamburg ist Teil der Projektsteuerung.

Für das Jahrhundertprojekt Energiewende sind innovative Lösungen und herausragendes Engagement erforderlich. Unter dem Titel NEW 4.0 hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein eine einzigartige Projektinitiative aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gebildet, die in einem länderübergreifenden Großprojekt nicht nur eine nachhaltige Energieversorgung realisieren, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Gesamt-Region stärken will. Rund 50 Partner aus der Region und überregionale Partner bilden eine gut vernetzte und schlagkräftige „Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende“, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer. „NEW“ steht für die Norddeutsche EnergieWende und „4.0“ beschreibt die Schwelle zur vierten industriellen Revolution: die Digitalisierung der Industrie, die durch eine intelligente Vernetzung der Systeme auch im Rahmen der Energiewende eine zunehmend zentrale Rolle spielt.

Ziel dieser Innovationsallianz ist es, die auf 15.000 bis 20.000 Megawatt (MW) geschätzten Erzeugungspotenziale für Strom aus Erneuerbaren Energien in der schleswig-holsteinischen Küstenregion mit der Metropolregion Hamburg noch besser zu synchronisieren, indem Erzeugung und Verbrauch mittels modernster Technologien und weiterentwickelter Marktregeln optimal aufeinander abgestimmt werden. NEW 4.0 will als „Schaufenster“ aufzeigen, das eine Region mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits ab 2035 zu 100 Prozent sicher und zuverlässig mit regenerativer Energie versorgt werden kann. Gleichzeitig soll die Übertragbarkeit auf andere Regionen in Deutschland und Europa aufgezeigt werden.

Senator Frank Horch sagte bei der heutigen Vorstellung von NEW 4.0: „Wir wollen und müssen in einer Modellregion ein realistisches, marktgängiges Bild zeichnen. Uns geht es nicht nur um das wissenschaftlich-technisch Machbare, sondern auch - in Anbetracht der Energiewende   - um das, womit wir nachhaltig unsere praktischen Herausforderungen meistern. Mit diesem Projekt schmieden wir eine einzigartige Innovationsallianz für den Norden. Die beteiligten Unternehmen erhalten neue Marktchancen und die gesamte Region profitiert durch die Entstehung von Arbeitsplätzen. Damit wird der Norden Deutschlands einen festen Platz erhalten auf der Weltkarte der Erneuerbaren Energien.“

An der Spitze der Innovationsallianz steht ein fünfköpfiges Führungsgremium aus Wirtschaft und Forschung: Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender HanseWerk AG sowie Vorstand Schleswig-Holstein Netz AG, Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer ARGE Netz, in der rund 300 Unternehmen mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien gebündelt sind, Dr. Oliver Weinmann, Geschäftsführer Vattenfall Europe Innovation GmbH sowie Michael Westhagemann, Vorsitzender Industrieverband Hamburg und CEO Siemens Nord. Mit der Projektsteuerung ist Frank Burkert, Partner der Unternehmensberatung Ernst & Young, beauftragt.

Die Projektinitiative NEW 4.0 nimmt teil am Wettbewerb um das Förderprogramm „Schaufenster Intelligente Energie – Wind“, den das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie ausgeschrieben hat. Im Projekt NEW 4.0 sollen Hamburg mit seinen großen Energie-Verbrauchszentren und Schleswig-Holstein mit seinen leistungsstarken Windenergie-Erzeugungszentren zu einer Energie-Gesamtregion verknüpft werden. Die Region bietet hierfür einzigartige Rahmenbedingungen: Mit einem Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von 40 Prozent befindet sich die Region Hamburg/Schleswig-Holstein bereits heute dort, wo die Bundesrepublik gemäß dem Ausbaukorridor 2025 stehen soll. Die Region muss dabei allerdings extreme, wachsende Ungleichgewichte in der Erzeugungs- und der Lastsituation beherrschen. Während im Verbrauchsschwerpunkt Hamburg lediglich drei Prozent des Bedarfs durch Erneuerbare Energien erzeugt werden, kann Schleswig-Holstein seinen Bedarf rechnerisch fast vollständig aus regenerativen Quellen decken und wird damit immer häufiger zum Stromexporteur. Perspektivisch wird der Anteil der Erneuerbaren Energien bereits 2025 voraussichtlich auf über 70 Prozent steigen und damit die für 2035 gesetzten Ziele der Bundesregierung für 2035 weit übertreffen.

Akteure aller Sektoren und entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiesektor haben sich zu NEW 4.0 zusammengeschlossen. Mit den im Projekt entwickelten Produktinnovationen und Lösungen können die beteiligten Unternehmen neue Markt- und Exportchancen erschließen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem wachsenden Zukunftsmarkt stärken. Für die Bundesländer ist die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Entstehung neuer industrieller Wertschöpfungsketten und damit die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen eine zentrale Perspektive – Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich als führender Innovationstandort profilieren.

Die vollständige Pressemeldung der BWVI finden Sie hier.

Weitere Hintergrundinformationen zum "Schaufenster intelligente Energie - Wind" finden Sie auf unserer Website unter Schaufenster Wind.

Projektpartner NEW 4.0

Ein schlagkräftiges Team

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Beba (CC4E), Senator Horch (HH), Minister Meyer (SH), Hr. Dr. Grundmann (ARGE Netz), Senator Kerstan (HH), Hr. Boxberger (HanseWerk), Staatssekretärin Nestle (SH), Hr. Westhagemann (Industrieverband Hamburg), Hr. Wasmuth (Vattenfall)

Letzte Änderung: 15.07.15

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