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Promotionsarbeit setzt neue Impulse für die Windenergie

Vera Schorbach freut sich über den Abschluss ihrer Doktorarbeit zu Zweiblatt-Windenergieanlagen die sie Anfang Dezember an der Bergischen Universität Wuppertal verteidigt hat. Es ist die erste Promotionsarbeit aus dem Bereich Windenergie, die an der HAW Hamburg mitbetreut und jetzt verteidigt wurde. Für die Forschungsergebnisse von Vera Schorbach interessieren sich bereits verschiedene Windkraftanlagenbauer.

„Zweiblatt-Windenergieanlagen eignen sich insbesondere für den Offshore-Bereich. Sie sind leichter und schneller aufzubauen als ihre Dreiblatt-Kollegen und deshalb kostengünstiger", erläutert Vera Schorbach. „Doch da die zwei Rotorblätter extremeren Windkräften ausgesetzt sind als drei Blätter, versucht man die Lasten zum Beispiel durch Pendelnaben auszugleichen. Mit welche Einstellungen diese besonders gut funktionieren, wurde bislang jedoch noch nicht umfassend untersucht." Vor allem bei Extremlasten, die bei Stürmen auf die Rotorblätter einwirken, galten Zweiblatt-Windenergieanlagen mit Pendelnaben als besonders empfindlich. „Mit meiner Promotionsarbeit konnte ich zeigen, mit welchen Maßnahmen sich die Extremlasten durch Pendelendanschläge reduzieren lassen. Ich bin selber überrascht, wie vielversprechend die Ergebnisse sind. Ich denke, Zweiblattanlagen mit Pendelnabe können auf jeden Fall eine Zukunft haben."

Danach sah es zunächst nicht aus, wenn man an die Kindertage dieser Windkraftanlagen zurückdenkt. „Einige erinnern sich vielleicht noch an den GROWIAN, die Große Windenergieanlage. Oder haben zumindest davon gehört. 1983 wurde die damals weltgrößte Windkraftanlage mit den zwei Rotorblättern zur Technologieerprobung im Kaiser-Wilhelm-Koog in Schleswig-Holstein errichtet - und musste schon nach knapp 400 Stunden ihren Testbetrieb wieder einstellen", berichtet die Diplom-Ingenieurin. Die Technik und die verwendeten Materialien der Riesenanlage seien damals einfach noch nicht ausgereift gewesen. Inzwischen hat sich viel getan, auch bei den Zweiblatt-Windenergieanlagen. „Ich hoffe, dass ich mit meinen Forschungsergebnissen dazu beitragen kann, dass Interesse für Zweiblatt-Windenergieanlagen weiter zu wecken."

Vor ihrer Promotion hat Vera Schorbach Maschinenbau/Konstruktion an der dualen Hochschule Baden-Württemberg studiert. Danach arbeitete sie sieben Jahre bei der Daimler AG in der Entwicklung von Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeugen. Anschließend wechselte Frau Schorbach nach Hamburg und studierte im Master Nachhaltige Energiesysteme an der HAW Hamburg. Für ihr Promotionsvorhaben erhielt die Nachwuchswissenschaftlerin 2011 das „Pro Exzellenzia“-Stipendium.

„Besonders bedanken möchten ich mich bei meinen Betreuern Prof. Peter Dalhoff (HAW Hamburg), Prof. Dr. Peter Gust (Bergischen Universität Wuppertal) und Prof. Dr. Po Wen Cheng (Universität Stuttgart). Zusätzlich aber auch bei Prof. Dr. Zita  Schillmöller und dem gesamten Team des Promotionszentrums der HAW Hamburg", sagt Vera Schorbach. „Ich habe dort an sehr guten Seminaren zu verschiedensten Aspekten des wissenschaftlichen Arbeitens teilnehmen dürfen. In den regelmäßigen Treffen mit anderen Promovenden und Promovendinnen konnte ich immer wieder meine Fragestellung präzisieren und mich dann mit neuer Energie an die Arbeit machen. Ich weiß nicht, ob ich die Promotion ohne die Unterstützung durch das Promotionszentrum in dieser eher kurzen Zeit abgeschlossen hätte."

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Letzte Änderung: 25.08.16

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