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Hintergrund
In einer der Unterarbeitsgruppen der Landesinitiative  wurde die Frage bearbeitet, wie Fachärztinnen und -ärzte aus dem hausärztlichen Bereich sowie weitere für die Diagnose und Behandlung von Demenzen zuständigen Facharztgruppen in die Frage der nicht-medizinischen Hilfe- und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen zielgerichteter als bisher involviert werden können. Da niedergelassene Ärzte eine zentrale Rolle in der ambulanten Versorgung von Menschen mit Demenz einnehmen, sollte für Hamburg untersucht werden, welche Rolle Ärzte aus ihrer eigenen Perspektive hinsichtlich der Überleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen in den nichtmedizinischen Hilfs- und Unterstützungssektor einnehmen.

Methode
Die quantitative Untersuchung des Forschungsgegenstandes erfolgte in Form einer explorativen Querschnittstudie mithilfe eines zuvor entwickelten standardisierten Fragebogens (60 Items). Die Stichprobe (N= 1073) bildeten in Hamburg niedergelassene Fachärzte in der hausärztlichen Versorgung (n=917) sowie Fachärzte der Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutischen Medizin (n=156).

Ergebnisse
der Großteil der befragten Ärzte (88,1%) gibt an ihre Patienten und deren Angehörige zu nicht-medizinischer Hilfe und Unterstützung zu informieren/ beraten. „Rechtliches“ und „Leistungen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht“ stellen die einzigen der insgesamt 13 aufgeführten Aspekte dar, die alle Hamburger Ärzte grundsätzlich berücksichtigen. Weniger Berücksichtigung finden vor allem Angebote für Betroffene und Angehörige, die keinerlei medizinischen oder pflegerischen Bezug aufweisen. Generell wird häufiger zu Leistungen bzw. Themen informiert/beraten als konkret zu entsprechenden Einrichtungen verwiesen. Externe Informations- und Beratungseinrichtungen, vor allem die Pflegestützpunkte werden von den meisten Medizinern (33,1%) gelegentlich in der Versorgung ihrer Patienten mit Demenz und deren Angehörige hinzugezogen.

Danksagung
Das Projekt wurde von der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) sowie den Landesverbänden der Pflegekassen gefördert. Für die damit verbundene Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich.

Darüber hinaus gilt unser Dank der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, besonders Frau Barbara Heidenreich und Herrn Dr. med. Martin Eichenlaub von der Ärztekammer Hamburg für ihre tatkräftige und äußerst hilfreiche Unterstützung in der Vorbereitung und Durchführung der Befragung.

Zudem möchten wir der Arbeitsgruppe ‚Kompetenz- und Hilfekette Demenz‘ der Landesinitiative ‚Leben mit Demenz in Hamburg‘ für ihre wertvollen Anregungen danken.

Letzte Änderung: 20.03.18

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