COVID-19 beeinflusst Forschung zum Klimawandel

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Professor Walter Leal, Lehrstuhl für Klimafolgenmanagement und Gesundheit an der HAW Hamburg, hat untersucht, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Forschung zum Thema Klimawandel auswirkt.

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Papier "The Impacts of the Early Outset of der COVID-19-Pandemie auf die Forschung zum Klimawandel: Implikationen für die Politik" zusammengefasst, das gerade in der Zeitschrift Environmental Science and Policy als Open Access veröffentlicht wurde.

Die Studie untersuchte die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeit einer Stichprobe von Wissenschaftlern aus 83 Ländern. Unter anderem, stellte sie die Tatsache fest, dass:

  1. COVID-19 die Arbeitsweise der befragten Forscher*innen deutlich verändert hat,
  2. es Anzeichen dafür gibt, dass COVID-19 bereits die Richtung der Umsetzung der Klimawandel- und Anpassungspolitik beeinflusst hat, und
  3. die Befragten wahrgenommen haben (explizit in Bezug auf die COVID-19-Lockdowns von März-April 2020), dass die Pandemie die Aufmerksamkeit von der Klimapolitik abgezogen hat.

COVID- 19 hat für mehr als die Hälfte der Befragten die Agenda der Forschung zum Klimawandel beeinflusst und wird dies wahrscheinlich auch in Zukunft tun, was darauf hindeutet, dass die Auswirkungen auf ihre Forschung noch viele Jahre lang zu spüren sein werden. Das Papier schließt mit der Darstellung kritischer Implikationen für die Politikgestaltung.

Das Papier ist frei verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden unter:

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1462901121001684?via%3Dihub.

Kontakt

Für Medienanfragen:

Prof. Dr. (mult.), Dr. h.c. (mult.) Walter Leal

Forschungs- und Transferzentrum „Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement"

E-Mail: walter.leal2 (@) haw-hamburg.de

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