Faris war noch ein Baby, als seine Eltern von Jordanien in die Vereinigten Staaten auswanderten. Im Jahr 2024 begann er sein duales Bachelorstudium in Elektrotechnik und Informatik an der Drexel University in Philadelphia, USA und setzte damit seine seit Kindertagen bestehende Tüftelleidenschaft fort. Derzeit verbringt er ein Semester in Hamburg, um diese Fähigkeiten weiterzuentwickeln und dabei einen Einblick in die deutschen Ingenieurswissenschaften zu gewinnen.
Er entschied sich für eine breite Palette verschiedener englischsprachiger Fächer und belegt jetzt mehr Kurse als ursprünglich geplant, weil sie ihm so viel Spaß machen. Seine ingenieurwissenschaftlichen Kurse in Elektrotechnik, Softwareentwicklung, Elektronik und digitalen Systemen werden durch Deutsch, interkulturelle Kompetenz und Quantentechnologie ergänzt. „Elektronik 1 hat mir die meisten praktischen Fähigkeiten vermittelt. Das was wir im Labor machen, ist fast genau das, was ich während meines letzten Praktikums nicht beherrscht habe. Der Kurs hilft mir, diese Lücke zu schließen, und ich merke, wie mein Selbstvertrauen im technischen Bereich mit jeder Einheit wächst.“
Quantentechnologie ist eine ungewöhnliche Wahl und kein Kurs, den Austauschstudierende normalerweise belegen, aber es ist typisch für Faris’ Neugier, dass dieser Kurs in seinem Stundenplan steht. Und er liebt ihn, auch wenn er ihn als verwirrend und als eines der schwierigsten Fächer beschreibt, die er je belegt hat. „Die beiden Professoren, die den Kurs unterrichten, gehören zu den klügsten Köpfen, die ich je getroffen habe. Ich lerne Dinge wie Quantenverschränkung sowie die Mathematik hinter der Quantenphysik, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Art und Weise zu verändern, wie in unserer Welt Berechnungen durchgeführt werden.“
Generell gefallen Faris zwei Aspekte des Studiums in Deutschland besonders gut: die praktische Anwendung von Theorie durch Lehrende, die selbst in der Industrie gearbeitet haben, und die Tatsache, dass die Studierenden ihr eigenes Tempo bestimmen können. „Die verschiedenen Konzepte beginnen sich bei mir zusammenzufügen, und ich spüre einen richtigen Motivationsschub. Abgesehen von den Kursen ist mir auch ein Unterschied in der studentischen Kultur aufgefallen. In den USA bin ich oft gestresst, da dort ständig eine Atmosphäre des extremen Wettbewerbs herrscht. Ich finde es toll, dass die Studierenden in meiner Kohorte hier aus allen Altersgruppen und mit unterschiedlichen Hintergründen kommen und jeder seine eigene Geschichte schreibt. Ich fühle mich in Hamburg viel entspannter und kann mein Studium wirklich genießen, obwohl mein Stundenplan vollgepackt ist.“
