Daria war vor allem in koordinatorischen, verwaltenden und beratenden Bereichen eingebunden, hauptsächlich im Projekt BildungsCHANCE. Dazu gehörten Workshop-, Zeit- und Zielgruppenplanung sowie die inhaltliche Konzeption von Angeboten. Im Beratungsbereich beobachtet sie bislang und nimmt parallel an einer Weiterbildung teil, die Teil des Praktikums ist. „Das ist eine Supermöglichkeit“, sagt sie.
Natürlich bringt jedes Praktikum auch Herausforderungen mit sich. Für Lotta lag diese eher in ihrem eigenen Anspruch: „Ich mache mir viel zu viele Gedanken über Sachen, wo man sich gar nicht groß Gedanken machen muss“, erzählt sie. Gleichzeitig hebt sie hervor, wie gut sie damit im Arbeitsumfeld hier aufgefangen wurde – ohne Druck, mit viel Wertschätzung und dem Raum, Fehler machen und daraus lernen zu dürfen. Hemrîn hingegen erinnert sich vor allem an die Anfangszeit im Projekt KINEA und den Unterricht in der B2-Klasse: „Meine Sorge war, werden sie mich ernst nehmen als kleine Studentin, die vor der Klasse stehen und irgendwelche Sachen mit Grammatik anleitet? Aber das war nicht der Fall zum Glück.“ Regelmäßiges Feedback ihrer Anleiterin habe ihr Sicherheit gegeben – und die Motivation der Teilnehmenden zeigten ihr, dass sie ihren Weg gefunden hat, auch wenn die ersten Wochen herausfordernd waren. Daria sieht ihre größte Herausforderung in ihrer Rollenfindung. Durch ihre vorherigen Erfahrung in der Arbeitsstelle Migration kannte sie bereits viele Abläufe, gleichzeitig seien die Überschneidungen zwischen Projekten und Arbeitsbereichen anfangs schwer einzuordnen gewesen. Der offene Austausch im Team half ihr dabei, die Strukturen besser zu verstehen: „Ich nehme alle zwei Wochen an der Teamsitzung teil und dadurch kann ich tiefer verstehen, wie in der Arbeitsstelle alle zusammenarbeiten.“
Alle drei beschreiben die Zusammenarbeit im Team als besonders wertvoll. Hemrîn hebt die individuelle Begleitung und regelmäßige Feedbacks hervor. „Es fühlt sich nicht an, als wäre ich erst seit Dezember dabei. Ich habe das Gefühl, ich bin schon seit Jahren hier. Lotta spricht von einem stark ausgeprägten Gemeinschaftsgeist, den auch Daria spürt: Das Team funktioniert durch offene Kommunikation und Transparenz miteinander. Alle hätten eine Vorstellung, was die anderen machen. „Ich könnte mir – ehrlich gesagt – keine besseren Bedingungen vorstellen!“