Die Krise hautnah auf der Straße erleben.

Der Virus und die Straße

In dem Datenjournalismus-Projekt "Das Virus und die Straße - Obdachlosigkeit in Zeiten von Corona" beleuchteten Studierende der HAW Hamburg die Situation von hilfsbedürftigen Menschen während der Covid-19-Pandemie in Hamburg. Hierfür haben sie ein Semester auf Hamburgs Straßen recherchiert, mit obdachlosen Menschen und Helfer*innen gesprochen und erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten. Im Fokus stehen Menschen, die keinen Rückzugsort im Lockdown haben und die Krise hautnah auf der Straße erleben.

Die Studierenden aus dem Department Information gingen folgenden Fragen nach: Mit welchen Vorurteilen werden obdachlose Menschen konfrontiert? Wie lassen sich Hygienemaßnahmen auf der Straße umsetzen? Wie hat sich die Situation für Helfer*innen verändert? Welche Gegenstände und Gepäckstücke sind besonders wichtig? Was kostet das Leben auf der Straße? Wie beeinflusst die Pandemie das Leben von obdachlosen Frauen?

Konzipiert und realisiert haben sie eine Website, deren Kernstück eine digitale Karte  ist, mit der man verschiedene Hilfsangebote für Obdachlose in Hamburg entdecken kann. Dafür haben die Studierenden zahlreiche Informationen zu den  Themen Beratung, Essensausgabe, Kleidung, Medizin & Hygiene, Schließfächer, Tagesaufentahlt und Unterkunft recherchiert. Als weitere Filter in der Suche dienen Bezirk, Stadtteil und PLZ.

Neben diesem datenjournalistischen Element, findet man auf der Website auch Geschichten zu einzelnen Aspekten, die den Studierenden im Rahmen ihre Projektes immer wieder begegnet sind: Vorurteile, Gepäck, Gesundheit, Frauen, Kosten und Hilfe. Entstanden sind persönliche Texte über Menschen auf Hamburgs Straßen.

Das Projekt fand im Department Information unter der Betreuung von Bastian Kießling, wissenschaftlicher Mitarbeiter, statt.

Kontakt

Bastian Kießling
International Media Center

T +49 (40) 42875-3697
Kiessling@internationalmedia.center

 

 

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