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Ein RISE-Forschungssommer mit dem CC4E

Der Bachelor-Student Jamie Young von der Lehigh University in Pennsylvania war auf der Suche nach praktischen Forschungserfahrungen. Er entschied sich für das RISE-Sommerpraktikumsprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), da es ihm internationale Forschungserfahrungen bot. Als RISE-Praktikant am Competence Center for Energy Transition (CC4E) der HAW Hamburg sammelt Jamie Young Fachkenntnisse im Bereich der Offshore-Wasserstoffproduktion.

Jamie Young© CC4E

Von Juni bis Anfang August 2026 arbeitete Jamie gemeinsam mit dem CC4E-Forschungsmitarbeiter Sreejith Sreekumar und dem stellvertretenden CC4E-Direktor Prof. Dr.-Ing. Torsten Birth-Reichert an der Entwicklung eines Prüfstands, der mithilfe eines PEM-Elektrolyseurs (Protonenaustauschmembran) wellenbedingte Bewegungen simuliert, um ein besseres Verständnis der Leistungsfähigkeit von Wasserstoffproduktionssystemen auf See zu erlangen. Eine spannende Zeit, in der er nicht nur Neues für sein Studium in den USA gelernt hat. Wir sprachen mit ihm über die Möglichkeiten, die das RISE-Programm bietet, und seine Erfahrungen im Labor.

Warum hast du dich für das RISE-Programm des DAAD interessiert?

In der Oberstufe begann ich mich für die Schnittstelle zwischen Physik, Nachhaltigkeit und Design zu interessieren, was mich dazu veranlasste, Maschinenbau zu studieren. Ich engagierte mich in einem Forschungslabor an unserer Hochschule, in dem wir die Strömungsmechanik von Fischschwärmen untersuchen. Das Projekt, an dem ich arbeitete, verband dies mit der Verbesserung der Effizienz von Seeschiffen in Wellengang, bekannt als „Wave-Assisted Propulsion“ (wellenunterstützter Antrieb). Die Arbeit im Forschungslabor empfand ich als spannend und herausfordernd zugleich, doch aufgrund meiner Studienverpflichtungen konnte ich dieser Tätigkeit nicht so viel Zeit widmen, wie ich mir erhofft hatte. Daher suchte ich nach Sommerprogrammen, bei denen ich mich voll und ganz einem Forschungsprojekt widmen konnte, und das RISE-Programm schien mir eine großartige Gelegenheit zu sein, da es mir zudem die Möglichkeit bot, international zu arbeiten und eine neue Kultur kennenzulernen.

Was hat Ihr Interesse an dem RISE-Angebot der HAW Hamburg geweckt?

Ich hatte zuvor weder Erfahrung noch Hintergrundwissen im Bereich der PEM-Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion, aber ich begann mich für die Anwendungen dieser Technologie in der Offshore-Energieerzeugung zu interessieren – insbesondere für den Zusammenhang mit einigen meiner früheren Erfahrungen bei der Modellierung welleninduzierter Bewegungen auf schwimmenden Schiffen. Ich fand die Möglichkeit, eine Bewegungsplattform für die Experimente der Gruppe zu entwerfen und zu bauen, interessant, da ich dabei ein breites Spektrum an Fähigkeiten einsetzen konnte, von 3D-Modellierung über Elektronikdesign bis hin zur Steuerungstechnik.

Inwiefern passt das Forschungspraktikum bei CC4E zu deinem Studium in den USA?

Das Praktikum hat mir die Möglichkeit gegeben, das, was ich in meinen Ingenieurstudiengängen gelernt habe, auf ein echtes Forschungsprojekt anzuwenden. Es hat mir gezeigt, wie sich Konzepte aus dem Unterricht in der Praxis zusammenfügen, und mir wertvolle Erfahrungen bei der Lösung offener ingenieurwissenschaftlicher Probleme in einem kooperativen Forschungsumfeld vermittelt.

Was hast du hier gelernt, und gab es ein besonderes Highlight?

Ich habe gelernt, dass in der experimentellen Forschung viel Zeit und Ressourcen für die Konzeption, den Aufbau und die Automatisierung eines Experiments aufgewendet werden, bevor überhaupt Daten erfasst werden, und dieser Teil des Forschungsprozesses hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich viel über den PEM-Elektrolyseprozess, den Wasserstoff-Brennstoffkreislauf und deren Zusammenhang mit erneuerbaren Offshore-Energiequellen gelernt. Ich würde sagen, meine Höhepunkte dieses Sommers waren das Kennenlernen vieler wunderbarer Menschen auf der RISE-Konferenz in Heidelberg und die Wanderung zum Gipfel der Zugspitze im schönen Bayern.

Warum würdest du RISE anderen US-Studierenden empfehlen?

RISE ist eine unglaubliche Möglichkeit, sowohl akademisch als auch kulturell zu wachsen. Man bekommt die Gelegenheit, Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen, und lernt durch diesen Prozess sehr viel. Außerdem taucht man in ein völlig neues Umfeld ein, in dem man sich eigenständig weiterentwickeln, Menschen aus aller Welt kennenlernen und Ideen austauschen kann, die einem am Herzen liegen. Und schließlich kann man die Wochenenden nutzen, um Deutschland und sogar andere Länder in Europa zu bereisen, wodurch die Erfahrung außerhalb des Labors genauso bereichernd ist wie darin.

 

Vielen Dank für das Interview!

Das Interview führte Inga Mohwinkel.

Kontakt

HAW Hamburg / CC4E
Inga Mohwinkel
T +4940 21904-3495
cc4e-presse (at) haw-hamburg (dot) de

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