Einblick in die Diskussionsrunde zur Lage der Covid-19-Pandemie

Studierende an der HAW Hamburg - Campus Alexanderstraße

Studierende an der HAW Hamburg - Campus Alexanderstraße

Der Fakultätsrat diskutiert fakultätsöffentlich zur aktuellen Lage in Zeiten der Covid-19-Pandemie. Die Runde besteht aus 35 Teilnehmer*innen und wird von Aisha Boettcher, Johanna Zimmermann und Lutz Lorenz moderiert. Zum ersten Mal findet eine kombinierte (hybride) Sitzung statt: 14 Mitglieder der Fakultät treffen sich persönlich in der Versammlungsstätte unter Einhaltung der Sicherheits- und Hygieneregeln. Weitere 21 Diskussionsteilnehmer*innen nehmen digital über MS-Teams an der zweistündigen Sitzung am 04.06.20 teil.
Der erste Themenkomplex widmet sich der Frage: Welche Formate der Unterstützung und Positionierung aus der Fakultät heraus entwickelt werden können, um den Anspruch einer inklusiven Hochschule zu erfüllen. Deutlich wird der Wunsch nach einer Öffnung der Hochschule, insbesondere auch für die Studierenden selbst, die in ihrem Wohnumfeld keine guten Bedingungen haben. Es wird klar hervorgehoben, dass Onlineformate die bislang üblichen Präsenzseminare nicht ersetzen können. Momentan ist jedoch aufgrund der Allgemeinverfügung des Senats der FHH eine Öffnung der Hochschule für Studierenden nur begrenzt möglich. Die weitere Öffnung braucht eine Planung der räumlichen und organisatorischen Kapazitäten. Das Anmieten neuer Räume wäre eine Option, die vom Dekanat weiter der Fakultät W & S geprüft werden. Sowohl die Studierenden, als auch die Lehrenden und die Mitarbeitenden der Fakultät bringt die Covid-19-Pandemie an ihre Belastungsgrenzen. Die Krise zeigt, wie wichtig die Präsenz, der soziale Kontakt und der Austausch untereinander ist. Zur Förderung der Kommunikation und weiteren Diskussion wird die Idee geäußert, Arbeitsgruppen zu bilden, um neue Möglichkeiten zu entwickeln im Umgang mit der einschränkenden Situation. Ebenso wird von Studierendenseite der Appell geäußert, die Studierenden hinsichtlich der Anschaffung von technischer Ausstattung zu unterstützen. Einigkeit herrscht darüber, dass sich durch die Pandemie die soziale Ungleichheit verstärkt. Die Krise kann jedoch auch eine Chance sein, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Fragen unserer Zeit grundlegend zu thematisieren und Veränderungen anzustoßen, die über die Pandemie hinaus wirken und die Gesellschaft zu einer gerechteren machen können. Hier hat die Fakultät W&S aufgrund der Zusammensetzung ihrer Studiengänge großes Potential. Es wird die Frage gestellt, wie man mit den Menschen in Kontakt kommt, die am stärksten unter der Krise leiden. Wahrscheinlich sind flexible Lösungen notwendig, um gemeinsame Handlungsfähigkeit zu entwickeln, wie wir der Krise begegnen können.
Im zweiten Teil der Diskussion geht es darum, wie aus der Fakultät W&S heraus der gesellschaftliche Diskurs vorangebracht werden kann. Vorschläge, wie Masterarbeiten, die sich z.B. mit dem Thema „Ungleichheit durch Corona“ befassen, können eine gute Rückkopplung zur Gesellschaft geben. Ebenso Forschungsprojekte, die mit Seminaren verknüpft werden. Schwierig gesehen wird, dass die Handlungsfelder der Forschung durch die Pandemie erheblich eingeschränkt sind. Die Lehrenden sehen sich zudem in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch und der Notwendigkeit zu forschen und den zeitlichen und finanziellen Ressourcen. Unstrittig ist, dass nach Ideen gesucht werden soll, wie die Forschungsbeiträge sichtbarer gemacht werden können. Eine Lösung, um die Beiträge gebündelt öffentlich zugänglich zu machen, bietet möglicherweise die neue Website. Die aktuelle Zeit bedeutet für die Fakultät W&S auch eine neue Möglichkeit, die verschiedenen Studiengänge zusammenzubringen und interdisziplinäre Projekte im Forschungsbereich auf die Beine zu stellen. Dieser Idee soll weiter nachgegangen werden.
Zum Ende der Diskussionsrunde herrscht Einigkeit darüber, dass der Austausch zum Umgang mit der Covid-19-Pandemie fortgesetzt werden soll.
 

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