Vom 18. bis 22. Mai 2026 empfing die HAW Hamburg internationale Partner:innen im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Digital Transformation for Inclusive Doctoral Education in Kyrgyzstan“ (D-TIDE-KG).
Das Projekt D-TIDE-KG unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Marina Tropmann-Frick (Fakultät Informatik und Digitale Gesellschaft) fördert die digitale Transformation der Promotionsausbildung in Kirgisistan. Ziel ist es, PhD-Programme inklusiver, zugänglicher und stärker an internationalen Standards auszurichten. Grundlage bilden die Prinzipien des Europäischen Hochschulraums (EHEA) und des Bologna-Prozesses.
Zur Workshop-Woche reisten Vertreter:innen von neun kirgisischen Organisationen an die HAW Hamburg. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer digital unterstützten Promotionsausbildung und deren Integration in bestehende Hochschulstrukturen. Eröffnet wurde die Woche durch Prof. Dr. Peter Wulf, Vizepräsident für Forschung und Transfer.
Ausgangspunkt war eine zuvor durchgeführte Bedarfsanalyse. Prof. Dr. Martin Schultz präsentierte die Ergebnisse der Befragungen an den acht kirgisischen Partneruniversitäten sowie beim Ministerium für Bildung (MSHEIKR) und dem European Documentation Centre (EDC). Deutlich wurde insbesondere der Bedarf an einheitlichen IT-Lösungen, mehr Betreuungskapazitäten und klaren universitätsübergreifenden Prozessen.
Im weiteren Verlauf tauschten sich die Projektpartner über bestehende Promotionsprogramme aus und diskutierten, wie digitale Lösungen Zugänglichkeit, Transparenz und Verwaltungsprozesse verbessern können. Dr. Inga Hesse und Prof. Dr. Martin Schultz stellten Best Practices für Doctoral Management Systems (DMS) vor. Prof. Dr.-Ing. Marina Tropmann-Frick, Prof. Dr. Martin Schultz und Prof. Dr. Michael Gille zeigten zudem, wie europäische Erfahrungen und digitale Werkzeuge zur Weiterentwicklung der Promotionsausbildung in Kirgisistan beitragen können.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Konzeption der zukünftigen PhD-Plattform. Diskutiert wurden bestehende Hochschul- und Lernmanagementsysteme, digitale Monitoring- und Reportingprozesse sowie Funktionen einer nationalen PhD-Datenbank.
Die Ergebnisse fließen nun in die Entwicklung eines Frameworks für eine digital unterstützte Promotionsausbildung und -verwaltung ein und bilden eine wichtige Grundlage für die nächsten Projektschritte gemeinsam mit den kirgisischen Partneruniversitäten.
