Aktion STADTRADELN vom 3. bis 23.09.2020

HAW Team-Kapitänin Andrea Kupke über die Aktion STADTRADELN

STADTRADELN Teamkapitänin Andrea Kupke auf der Veloroute am Pergolenviertel. Kupke ist zum dritten Mal Kapitänin des STADTRADELN Teams der HAW Hamburg.

Andrea Kupke auf der Veloroute am Pergolenviertel. Kupke ist zum dritten Mal Kapitänin des STADTRADELN Teams der HAW Hamburg.

Andrea Kupke aus dem Department Informations- und Elektrotechnik ist zum dritten Mal Kapitänin des STADTRADELN Teams der HAW Hamburg. Das STADTRADELN ist eine bundesweite Aktion, die seit 2008 das Ziel verfolgt, mehr Menschen für das Fahrradfahren zu begeistern und dadurch eine Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in Deutschland zu bewirken. Sowohl Alltagsradler, als auch absolute Neulinge können für drei Wochen in die Pedale treten und sich somit für eine gesunde, umweltschonende und effiziente Art der Mobilität einsetzen. In Hamburg findet die Aktion vom 3. bis zum 23. September statt. Eingeladen mitzumachen sind alle Studierenden und Beschäftigten der HAW Hamburg. Es zählen alle gefahrenen Fahrrad-Kilometer… zur Hochschule, zum Einkaufen, im Urlaub.

Warum sind Sie Kapitänin des STADTRADELN Teams geworden?

Andrea Kupke: In einer kleinen Arbeitsgruppe setzen wir uns an der HAW seit einigen Jahren für Verbesserungen für Radfahrende ein. Die Gründung eines HAW Teams ist für mich auch als langjährige ADFC-Aktive fast selbstverständlich gewesen, seit Hamburg beim STADTRADELN mitmacht. Durch die Teilnahme möchten wir auf dieses tolle Verkehrsmittel aufmerksam machen und mehr Menschen dafür begeistern, zur Hochschule zu radeln. 

Wie genau läuft die Aktion ab?

Kupke: Über einen Zeitraum von drei Wochen radeln die Teilnehmer*innen und tragen die Kilometer auf der Webseite ein – oder lassen die STADTRADELN-App mittracken. Zuvor registriert man sich für ein Team innerhalb seiner Kommune - oder gründet selbst eins. Schon während des Zeitraumes können Größe und Kilometerleistung der Teams – und der Teilnehmenden innerhalb der Teams verglichen werden, am Ende locken Urkunden für das größte Team oder die meisten Kilometer und es werden einige Preise verlost. Zum Erfolg der HAW Hamburg verhilft also auch, wer sich anmeldet und nur einmal zum Eisessen radelt – nur eintragen muss man den Weg.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie dieses Jahr, wie organisiert sich die Mannschaft in Zeiten von Corona?

Kupke: Da jede*r persönliche Fahrten einträgt und im Freien die geringsten Risiken bestehen, gibt es beim STADTRADELN keine Einschränkungen durch Corona. Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte und ist daher auf jeden Fall auch jetzt zu empfehlen.

Was verpassen Menschen, die kein Fahrrad fahren?

Kupke: Sich morgens auf dem Weg zur Hochschule den Wind um die Nase wehen zu lassen und auf dem Rückweg den Kopf wieder frei zu kriegen! Radfahren macht Spaß, ist einfach praktisch, unkompliziert, dabei kostengünstig und in Hamburg bis ca. 5 km Strecke häufig auch noch am schnellsten. Das Wetter in Hamburg ist übrigens viel besser als sein Ruf.

Bei der Aktion geht es auch um Klimaschutz. Wie können sich junge Menschen sonst noch für ein gutes Klima einsetzen?

Kupke: Wir müssen uns in vielen Bereichen für den Klimaschutz bewegen und umdenken. Die Pandemie bringt uns gerade bei, durch Online-Meetings Wege zu vermeiden und Fernreisen in Frage zu stellen. Über das Konsumverhalten und die Herkunft der Lebensmittel nachzudenken, ist inzwischen kein Geheimtipp mehr. Und das Fahrrad ist ein entscheidender Faktor bei der Verkehrswende, die Hamburg endlich anstrebt. Natürlich und nicht zuletzt können Studierende unseres Departments im Berufsleben zu klimaschonenden Entwicklungen beitragen. Zu Regenerativen Energiesystemen und Energiemanagement bieten wir beispielsweise einen eigenen Studiengang an.

Wie genau passen Elektrotechnik und Klimaschutz zusammen?

Kupke: Die viel genutzten Kommunikationswege, die momentan im großen Stil Dienstreisen einsparen, wären ohne die Elektrotechnik nicht vorhanden. Ingenieur*innen sorgen dafür, dass Geräte immer effizienter werden, Leuchtmittel inzwischen zum Beispiel nicht mehr hauptsächlich Wärme produzieren.

Was sind Ihre Aufgaben im Department, wenn Sie nicht gerade das STADTRADELN Team betreuen?

Kupke: Ich unterstütze die Studierenden in den Praktika und kümmere mich um Versuche, Hard- und Software im Labor für Signalverarbeitung. Außerdem betreue ich unseren MakerSpace, in dem Interessierte ihre eigenen Projekten verwirklichen können.

In 2018 hat das HAW Hamburg Team zweimal Gold geholt, was versprechen Sie sich von der Aktion dieses Jahr?

Kupke: Wir haben durch die Größe der Hochschule das Potential, wieder das größte Team zu werden. Aber es ist alles offen. Ich freue mich auf viele Anmeldungen!

Ihr Geheimtipp für eine Fahrradstrecke in Hamburg?

Kupke: Großartig finde ich es, wenn man eine der Fahrradstraßen entlang der Gewässer in Hamburg auf seinen täglichen Wegen nutzen kann, z. B. Leinpfad, Harvestehuder Weg, Uferstraße. Angenehm fahren sich auch Strecken, die gut ausgebaut und ohne Autoverkehr verlaufen, wie durchs Pergolenviertel oder aber die Oberhafenconnection von den Deichtorhallen bis Entenwerder.

Mehr Hintergrundinformationen zur Aktion finden Sie hier.

(Interview: Aleksandra Doneva)

Kontakt

Teamkapitänin des HAW-Teams STADTRADELN
Andrea Kupke andrea.kupke (@) haw-hamburg.de

Projektgruppe „Mit dem Rad zur Hochschule“
Marco Silla marco.silla (@) haw-hamburg.de

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