X-Energy

Neue Partnerschaft in der FH-Impuls-Initiative X-Energy

Der Entsorgungsfachbetrieb Krebs Brüggen Sekundärrohstoffe GmbH & Co KG (KBS) liefert als neuer Partner Rohstoffe für alternative Mobilität im X-Energy Teilprojekt READiTM-PtL. Seit September 2018 wird in diesem Teilvorhaben an einer effizienten und wirtschaftlichen Power-to-Liquid (PtL)-Technologie geforscht, in der alternative Kraftstoffe aus Abfällen, wie Altfetten und –ölen, gewonnen werden. Die bisher für die Experimente gebrauchten Rohstoffe kamen gratis aus der Nachbarschaft: Die Mensa am Campus Life Sciences der HAW Hamburg lieferte Altöle und –fette aus der Speisenherstellung, z.B. altes Frittierfett. Nun reichten diese Rohstoffe jedoch nicht mehr aus. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb hat KBS tagtäglich mit großen Mengen der benötigten Rohstoffe zu tun und kann als neuer Partner nun bei der weiteren Technologieentwicklung unterstützen.

Die Partnerschaftsinitiative X-Energy, die am Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg angesiedelt ist, unterteilt sich in 13 Teilprojekte. In dem Teilvorhaben READiTM-PtL wird seit September 2018 an einer effizienten und wirtschaftlichen Power-to-Liquid (PtL)-Technologie geforscht, in der alternative Kraftstoffe aus Abfällen, wie Altfetten und -ölen, gewonnen werden. Die bisher für die Experimente gebrauchten Rohstoffe kamen gratis aus der Nachbarschaft: Die Mensa am Campus Life Sciences der HAW Hamburg lieferte Altöle und -fette aus der Speisenherstellung, z.B. altes Frittierfett.

Nun reichten diese Rohstoffe jedoch nicht mehr aus: Um einen weiteren Technologiereifegrad zu erreichen, gingen die Innovationsmanager*innen von X-Energy, Annette Preikschat und Petrit Vuthi, auf die Suche nach einer Möglichkeit, an größere Mengen der benötigten Rohstoffe zu kommen. Mit dem in der Region angesiedelten Unternehmen Krebs Brüggen Sekundärrohstoffe GbmH & Co. KG (KBS) haben sie einen starken Partner für diesen nächsten Schritt gefunden. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb hat KBS tagtäglich mit großen Mengen der in READiTM-PtL benötigten Rohstoffe zu tun. Mit dieser Partnerschaft kann nun in größeren Maßstäben an der Technologieentwicklung gearbeitet werden.

Für die anstehende Intensivierungsphase des FH-Impuls-Programms ist mit KLIMAKRAFT ein Folgeprojekt für READiTM-PtL vorgesehen, in der die neue Partnerschaft weitergeführt werden soll. Dabei ist neben der Skalierung des READiTM-Verfahrens in den nächsten Technologiereifegrad eine Anwendung der Technologie auf andere Rohstoffklassen wie Plastikabfälle denkbar, um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu unterstützen und den Mobilitätssektor mit recycelten Kraftstoffen zu versorgen. Dabei wird das Ziel verfolgt, die Wirtschaftlichkeit dieser Schlüsseltechnologie zu erhöhen und die Sektorkopplung als großen Baustein für eine gelingende Energiewende zu fördern.

 

Hintergrundinformationen READiTM-Verfahren

Die Altöle und Altfette werden zunächst gereinigt und dann in einen Reaktor gefüllt. Darin werden sie bei vergleichsweise moderaten 370 Grad Celsius in kleinere Moleküle zerlegt, gecrackt. Übrig bleiben ein Destillat sowie einige Feststoffe. Große industrielle Anlagen zum Cracken arbeiten bei höheren Temperaturen, womit das HAW-Verfahren deutlich energiesparender und billiger ist. Im nächsten Verfahrensschritt wird dem Destillat Wasserstoff zugeführt und das Destillat hydriert. Das Endprodukt ist dann ein Diesel, der von Natur aus frei von Schwefel- und Stickoxiden ist, da er aus pflanzlichen Bestandteilen erzeugt wurde. Damit liefert dieses Verfahren eine neue Biokraftstoffgeneration, die voll kompatibel mit konventionellem Diesel ist. Dieser neue Biokraftstoff ist zudem deutlich besser als jener der ersten Generation, wie etwa Biodiesel aus Pflanzenölen oder Bioethanol aus Zucker oder Stärke. Das Besondere: Der Wasserstoff für die Hydrierung des Destillats stammt ebenfalls von der HAW Hamburg. Er wird am Energie-Campus des CC4E durch Elektrolyse erzeugt. Bei der Elektrolyse wird Wasser durch elektrischen Strom in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.

(Textauszug aus Reportage von Wega Wilken, 2018)

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