| Campus
Neuberufung

Neue Professorin für Communication Studies: Dr. Esther Greussing an der HAW Hamburg

Die HAW Hamburg begrüßt Dr. Esther Greussing als neue Professorin für Communication Studies. Die Kommunikationswissenschaftlerin forscht zu digitaler Kommunikation und Wissenschaftskommunikation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Technologien unsere Kommunikation und unseren Umgang mit Informationen verändern. Aktuell beschäftigt sie sich insbesondere mit Künstlicher Intelligenz.

Das Bild zeigt die neu berufenene Professorin Dr. Esther Greussing. © Simone Fürst Fotografie

Dr. Esther Greussing ist neue Professorin für Communication Studies an der HAW Hamburg.

Was passiert, wenn Maschinen zu Kommunikationspartnern und Wissensvermittlern werden? Wie nehmen Menschen diese neuen Formen der Kommunikation wahr, wie bewerten und nutzen sie sie?  Mit solchen Fragen beschäftigt sich Dr. Esther Greussing. Als neue Professorin für Communication Studies an der HAW Hamburg verbindet sie Forschung zu digitaler Kommunikation und Wissenschaftskommunikation mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz die Kommunikation im Alltag prägt.

Auch in der Lehre geht es ihr nicht allein darum, digitale Technologien anzuwenden. Studierende sollen verstehen, welche Interessen und Vorstellungen hinter Technologien stehen, nach welchen Regeln sie eingesetzt werden und welche Folgen daraus entstehen können. 

„Nicht nur nutzen, was da ist, sondern mitgestalten, wie es genutzt wird.“

Dazu gehören konkrete Beispiele und Perspektivwechsel: Was verändert sich, wenn eine KI Informationen vermittelt? Welche Verantwortung ergibt sich daraus für diejenigen, die es einsetzen? Greussing möchte Studierende darin stärken, solche Fragen zu stellen und eigene Entscheidungen begründet zu treffen.

Plausibel ist nicht gleich wahr

Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Wissenschaftskommunikation im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Greussing untersucht, wie Menschen generative KI nutzen, um sich über wissenschaftliche Themen zu informieren und wie sich dies auf ihren Zugang zu und ihren Umgang mit wissenschaftlichen Informationen auswirkt. 

Eine besondere Herausforderung liegt für sie in der Überzeugungskraft sogenannter Large Language Models (LLMs). Sie können Texte formulieren, die schlüssig und wissenschaftlich klingen. Das allein mache eine Aussage jedoch noch nicht verlässlich. Entscheidend sei vielmehr, nachvollziehen zu können, woher eine Information stammt, wie transparent ihre Quellen sind und ob sie auf belastbaren wissenschaftlichen Prozessen beruht. „Es geht letztlich darum, das Vertrauensurteil auf eine informierte Grundlage zu stellen.“  Vertrauen in Informationen sei dabei keine Frage des Bauchgefühls, sondern eine Fähigkeit, die sich erlernen und einüben lasse.

Esther Greussing studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien und promovierte dort im Bereich Sozialwissenschaften. Seit 2019 arbeitete sie am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Braunschweig, zuletzt als Post-Doc. Dort leitete sie unter anderem das deutsche Teilprojekt des Forschungsprojekts ALIES zur Wissenschaftskommunikation im Zeitalter Künstlicher Intelligenz. Forschungsaufenthalte führten sie unter anderem an die University of Wisconsin-Madison.

x