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Karl H. Ditze Preis 2026

Vielfalt studentischer Ideen

Die Karl H. Ditze Stiftung zeichnete in diesem Jahr neun studentische Projekte aus drei Fakultäten der HAW Hamburg aus. Die Verleihung fand am Eröffnungsabend des Rundgangs Finkenau auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg statt.

Mit 2.000 Euro pro Preis würdigte die Karl H. Ditze Stiftung in diesem Jahr ausgezeichnete Projekte von Studierenden der HAW Hamburg. © HAW Hamburg

Zum Abschluss der Preisverleihung: Alle Gewinnerinnen des Karl H. Ditze Preises 2026 gemeinsam auf der Bühne. Herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Auszeichnung!

Der Karl H. Ditze Preis würdigt jedes Jahr herausragende studentische Projekte der HAW Hamburg. Ausgezeichnet wurden Arbeiten aus den Fakultäten Design, Elektro-, Medien- und Informationstechnik sowie Management, Governance und Medien. Die Projekte beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Fragen, neuen Technologien und innovativen Formen der Gestaltung, von vergessenen Geschichten der Digitalgeschichte über Künstliche Intelligenz bis hin zu nachhaltigen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Stiftungsvorstand Rüdiger Schramm begrüßte die Gäste und würdigte das Engagement der Studierenden, ihre Ideen und Projekte im Rahmen des Wettbewerbs sichtbar zu machen.

Ausgezeichnete Projekte 2026

Fakultät Design
 „Overriding Systems“ von Julia Biedasieck
(Studiengang Kommunikationsdesign)
Das Projekt macht die Beiträge von Frauen* in der Geschichte der Informatik, des Grafikdesigns und der digitalen Gestaltung sichtbar. Die Jury überzeugte besonders die Verbindung von historischer Forschung, feministischer Perspektive und gestalterischer Praxis. Buch und Website schaffen einen zeitgemäßen Zugang zu den recherchierten Geschichten und zeigen, wie Gestaltung gesellschaftliche Narrative hinterfragen kann. 

“Beterraba”  von Stina Semrau
(Studiengang Illustration)
Mit viel Humor und erzählerischer Leichtigkeit macht „Beterraba“ eine unscheinbare Rote Bete zum Ausgangspunkt einer Geschichte über Gewohnheiten, Perspektiven und menschliches Miteinander. Das wortlose Bilderbuch überzeugt durch seine analogen Illustrationen und lädt Menschen unabhängig von Alter und Sprache zum gemeinsamen Entdecken ein.

“Ready to War” von  Justin Fiedler
(Studiengang Modesdesign) 
Die Arbeit untersucht die Faszination von Uniformen und militärischer Inszenierung. Mit Ironie und Überzeichnung hinterfragt die Arbeit Mechanismen von Macht, Darstellung und gesellschaftlicher Wahrnehmung. Die Jury würdigte besonders die klare Konzeption und die prägnante visuelle Umsetzung.

 Fakultät Elektro-, Medien- und Informationstechnik
„SENSE“ von Dennis Jonca, Ann-Kathrin Moro und Michelle Reimes
(Studiengang Medieninformatik und Medientechnik) 
Kann Künstliche Intelligenz menschliche Emotionen unterscheiden? Dieser Frage geht „SENSE“ in einer interaktiven Kunstinstallation nach. Das Team entwickelte ein eigenes KI-Modell, erstellte einen Datensatz und verband Emotionsforschung mit Technik, Licht und Sound. So entsteht ein Erlebnis, das sichtbar macht, wo Mensch und Maschine Emotionen unterschiedlich wahrnehmen.

„Visible Light Communication“ von Paul Bleyer und Dennis Jonca
(Studiengang Medientechnik) 
Das Projekt untersucht, wie sichtbares Licht zur Datenübertragung genutzt werden kann. Dafür entwickelte das Team eine eigene Sende- und Empfangselektronik und realisierte einen funktionsfähigen Laboraufbau. Die Jury hob insbesondere die technische Tiefe, die Innovationskraft und die Möglichkeit hervor, auf dieser Plattform weitere Forschungsarbeiten aufzubauen.

„TruckCharge“ von Leif Bremer, Aaron Koopmann, Nicolas Lyer, Henri Meyer und Phil Stegemann
(Studiengang Regenerative Energiesysteme und Energiemanagement – Elektro- und Informationstechnik)
Wie kann die Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw wirtschaftlich und effizient geplant werden? „TruckCharge“ liefert darauf eine Antwort: Das entwickelte Simulationstool berechnet, welche Ladepunkte, Netzanschlüsse und Speicherlösungen benötigt werden. Die Jury würdigte die hohe gesellschaftliche Relevanz und den direkten Nutzen für die Praxis.

Fakultät Management, Governance und Medien

„KI in der Fischerei Kap Verdes“ von Roman Jasper Schlesinger, Lian Cavkic und Alma Kind Fernandez
Das internationale COIL-Projekt mit der Lisbon Accounting and Business School verbindet wirtschaftliche, politische und technologische Perspektiven auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Fischerei. Die Jury überzeugte besonders die Verbindung von internationaler Zusammenarbeit und konkreter Praxisrelevanz – etwa bei nachhaltiger Ressourcennutzung und der Optimierung von Fangrouten. Weitere Projektbeteiligte waren Candela Cabezudo, José García, Jaime Yáñez Martín und Carmen Muriel.

„Wissenschaftskommunikation für das DESY“ von Jana Rogmann, Kristin Müller und Till Tognino
(Studiengang Digitale Kommunikation) 
Wie lassen sich komplexe Forschungsthemen verständlich vermitteln? Das Projekt entwickelt für das DESY ein Kommunikationskonzept aus Podcast, Dokumentation und Distributionsstrategie. Die Jury würdigte die hohe Praxisnähe sowie den Beitrag dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Investigative Recherche zu Sportwetten-Tippgruppen“ von Leo Görß und Max Nielsen
Das Projekt untersucht Sportwetten-Tippgruppen in sozialen Medien mit journalistischen Recherchemethoden, digitalen OSINT-Verfahren und Insiderinformationen. Die Ergebnisse zeigen problematische Strukturen und leisten einen Beitrag zu Verbraucherschutz, Medienaufklärung und Suchtprävention. Besonders überzeugte die Jury die professionelle Umsetzung in einem verständlichen und visuell überzeugenden Format.

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