Im Mittelpunkt der Summer School stand die Rolle von Theorie in der empirischen Sozialarbeitsforschung – insbesondere im Kontext von Promotionsprojekten. Die Teilnehmenden diskutierten, wie theoretische Ansätze Forschungsdesign, Datenerhebung und Interpretation prägen und wie Theorie selbst aus qualitativer Forschung entstehen kann.
Promovierende, Absolvent*innen und fortgeschrittene Masterstudierende nahmen an Vorlesungen, Workshops und Peer-Diskussionen teil. Dabei wurde Theorie nicht nur als Spiegel sozialer Realität verstanden, sondern als Werkzeug, um diese sichtbar und verständlich zu machen. Ein besonderer Mehrwert lag im Austausch zwischen jordanischen und deutschen Perspektiven, der die Debatten über Methodologie, Ethik und die Bedeutung von Theorien in der Sozialen Arbeit bereicherte.
Die Summer School bot einen wichtigen Rahmen für Nachwuchsförderung: Promovierende der German Jordanian University (GJU), der Universität Hamburg (UHH) und der HAW Hamburg (HAWHH) konnten ihre Forschungsprojekte vorstellen, diskutieren und gemeinsam weiterentwickeln. Ziel war es, Wissen transnational zu vernetzen und Studierenden internationale Erfahrungen im akademischen Kontext zu ermöglichen. So trägt die Reihe dazu bei, sozialwissenschaftliche Promotionsprozesse an der GJU zu etablieren und die nächste Generation von Wissenschaftler*innen aus Amman und Hamburg in einen nachhaltigen Austausch zu bringen.
Universitätsübergreifende Veranstaltungen in Madaba und Amman – unter Beteiligung der Vizepräsidentin und Professor*innen der GJU – rundeten die Summer School in einer offenen und zugewandten Atmosphäre ab.
Von der HAW Hamburg waren der Leiter und eine Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Migration, Prof. Louis Henri Seukwa und Sara Karsli an der Summer School beteiligt. Die UHH wurde durch Prof. Joachim Schroeder, Prof. Stefan Köngeter, Dr. Negin Shah Hosseini, Pawel Mehring und Niklas-Max Thönneßen vertreten.
Die Reihe wird im Februar 2026 mit einer Winter School in Amman und im Herbst 2026 mit einer Summer School in Hamburg fortgesetzt.



