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Auszeichnung Absolventin Illustration

Wie funktioniert ein Wald?

Hanna Harms entwickelte im Studiengang Illustration das Sachbilderbuch „Wald ohne Bäume“, betreut von Prof. Alexandra Kardinar. Das Buch ist im Carlsen Verlag erschienen und wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der 25 Schönsten Deutschen Bücher 2026 ausgezeichnet.

Absolventin Hanna Harms bei ihrer Masterprüfung© Hanna Harms

Prüfung von Hanna Harms mit Prof. Alexandra Kardinar und Amir Andikfar

Ein Blick auf den Wald als Ökosystem

Die Idee für ihr Buch entstand aus einer langjährigen Beschäftigung mit Naturthemen. Bereits nach ihrem Bachelorstudium veröffentlichte Hanna ein Sachbilderbuch über Bienen. Während der Arbeit daran wurde ihr bewusst, wie eng die Kulturgeschichte des Menschen mit ökologischen Zusammenhängen verknüpft ist. Daraus entwickelte sich der Wunsch, weitere Naturphänomene wissenschaftlich fundiert und zugleich anschaulich zu erzählen. Für ihre Masterarbeit rückte sie den Wald in den Mittelpunkt, ein Thema, das sie seit ihrer Kindheit begleitet. Aufgewachsen in der Nähe eines Waldes und geprägt durch das Engagement ihres Vaters für dessen nachhaltige Pflege, wollte sie verstehen, wie ein Wald als Ökosystem funktioniert. Welche Rolle spielen Prozesse wie die Photosynthese?  Welche Folgen haben menschliche Eingriffe?  Im Mittelpunkt des Buches stehen mitteleuropäische Laubmischwälder, ergänzt durch Exkurse zu Tropenwäldern.

"Mit meinem Buch möchte ich Leser*innen ein grundlegendes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Waldes vermitteln und zeigen, welche Folgen es hat, wenn dieses empfindliche Ökosystem aus dem Gleichgewicht gerät."

Hanna Harms, Absolventin HAW Hamburg im Studiengang Illustration

Wissenschaft und Gestaltung im Zusammenspiel
Für die Recherche wertete Hanna Harms wissenschaftliche Studien und Fachliteratur aus und tauschte sich intensiv mit einem leitenden Forstdirektor aus Lübeck aus. Die gewonnenen Erkenntnisse übersetzte sie in ein durchdachtes Gestaltungskonzept, bei dem jede Doppelseite Illustration und Inhalt zu einer Einheit verbindet. 
Ein zentrales Motiv des Buches ist die Lücke, als gestalterisches Element ebenso wie als Sinnbild für die Regenerationsfähigkeit der Natur. Das Spannungsfeld zwischen menschlichen Eingriffen und der Fähigkeit von Ökosystemen, sich zu erneuern, zieht sich durch das gesamte Buch.

Auszeichnung und Ausblick
Mit der Veröffentlichung von Wald ohne Bäume hat Hanna Harms ihre Masterarbeit erfolgreich abgeschlossen. Die Auszeichnung als eines der 25 Schönsten Deutschen Bücher 2026 durch die Stiftung Buchkunst unterstreicht die gestalterische Qualität des Projekts. Doch damit ist Hannas Beschäftigung mit Naturthemen noch lange nicht beendet: Bereits jetzt arbeitet sie an ersten Ideen für ein drittes Buch. Im Mittelpunkt stehen diesmal Wasser und Eis; Themen, die sie erneut wissenschaftlich fundiert und zugleich visuell eindrucksvoll erzählen möchte.

 

 

 

 

 

Kontakt

Hanna Harms 
 

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