Studierende sollen bei Ewald lernen, wie KI-Systeme funktionieren, wie sie entwickelt werden und wo ihre Grenzen liegen. Dabei möchte er sie unterstützen, ein eigenes Urteilsvermögen und eine nüchterne Haltung gegenüber KI zu entwickeln, und zwar „jenseits von Weltuntergangsszenarien und unkritischen Heilsversprechen“.
Große Chancen sieht er vor allem dort, wo man mit KI-Methoden komplexe Daten auswerten kann. Für die Wissenschaft eröffnet das neue Möglichkeiten, sehr große und vielfältige Datenbestände zu untersuchen. Dadurch lassen sich Bild-, Mess- und Sprachdaten in einem Umfang auswerten, der neue Forschungsfragen und praktische Anwendungen ermöglicht, zum Beispiel in der medizinischen Bildgebung und in der Physik.
Für Unternehmen liegt großes Potenzial darin, vortrainierte KI-Modelle mit eigenen Daten, fachlicher Expertise und konkreten Prozessen zu verbinden. So können maßgeschneiderte Anwendungen und neue Wertschöpfung entstehen. Gute Leistungswerte unter kontrollierten Bedingungen garantieren noch keine verlässlichen Ergebnisse im praktischen Einsatz. Ein System kann unter veränderten Bedingungen oder mit anderen Daten plötzlich an Grenzen stoßen. Für Arne Ewald gehört deshalb beides zusammen: die Qualität der Daten und ein genauer Blick darauf, wo ein System funktioniert und wo nicht.