OCSW - Open Citizen Soundwalks

Abstract: Wir können nicht jede Woche bei "Fridays for Future" für den Klimawandel demonstrieren, aber wir können mit wissenschaftlichen Methoden die Akzeptanz für Windkraftanlagen steigern und so dem „not in my backyard“ Trend entgegenwirken. Stellen Sie sich vor Sie können sich mit dem Handy in die Zukunft versetzen. Sie hören und sehen Ihre gewohnte Umgebung. Dann drehen Sie sich um und sehen den neu errichteten Windpark. Wie verändert das Ihre Umgebung? Wie empfinden Sie die neuen Geräusche? Können Sie mit dem was Sie erleben besser mitreden, wenn es um Fragen des Windparkbaus in Ihrer Umgebung geht? OCSW nimmt die Bürger*innen mit in die digitale Welt und überführt die etablierte Methode der realen Soundwalks in den virtuellen Raum. So können Interessierte ein räumlich begrenztes Gebiet virtuell erkunden und die Wechselwirkungen akustischer und visueller Auswirkungen geplanter Windparks auf Basis wissenschaftlich fundierter Daten bewerten. Dazu entwickelt OCSW eine digitale Plattform, auf der aufgenommene und simulierte Geräusche mit visuellen Daten kombiniert werden, die den Bürger*innen über unterschiedliche Kanäle als virtuelle Soundwalks leicht zugänglich gemacht werden. Durch Aufbereitung der Audiodaten mittels Auralisation (Hörbarmachung) und Einbeziehung von Wetter- und Umgebungsbedingungen soll ein möglichst realistisches Gesamtbild erzeugt werden. Geräuschentwicklungen und visuelle Auswirkungen lassen sich damit bereits im Planungszeitraum beurteilen.

Projektteam:

  • Prof. Dr. Birgit Wendholt, Iwer Petersen (Fakultät Technik und Informatik, Department Informatik),
  • Dr. Dagmar Rokita, Prof. Dr. Friedrich Überle (Fakultät Life Sciences, Department Medizintechnik)
  • Sebastian Mellert (Fakultät Life Sciences, Department Umwelttechnik)

Projektlaufzeit: 32 Monate