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Forschungs- und Transferzentrum "Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement"
Forschungs- und Transferzentrum "Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement"

Workshop "Potentiale der LED-Beleuchtung - Expertenstimmen und Anwendererfahrungen"

Der Workshop „Potentiale der LED-Beleuchtung“, veranstaltet am 11. November 2015 vom Forschungs- und Transferzentrum „Applications of Life Sciences“ der HAW Hamburg,  brachte Lichtplaner und Unternehmensvertreter sowie Professoren und interessierte Studierende zusammen.

Die ganztätige Veranstaltung war darauf ausgerichtet, nicht nur Expertenwissen über LED-Beleuchtung sowohl im Innen- als auch im Außenraum zu vermitteln, sondern auch Stimmen von Anwendern der sich rasch entwickelnden Technologien in Erfahrungsberichten zu hören.

Nachdem der Lichtexperte der HAW Hamburg Prof. Dr. Roland Greule die Veranstaltung mit einem inspirierenden Vortrag über die Möglichkeiten der Innenbeleuchtung und die Effekte von Licht auf das menschliche Wohlbefinden (Human Centric Lighting) eröffnet hatte, berichtete Andreas Wiedemann von seinen Praxiserfahrungen als Schulleiter der Schule in der Alten Forst in Hamburg-Harburg. Im Jahr 2008 startete dort ein Projekt namens „Klassenraum der Zukunft“, welches die Lernbedingungen der Schüler in den Vordergrund stellt und als Teil eines umfassenden Gesamtkonzepts auch die biologische Beleuchtung an Schulen beinhaltete.

Doch LED stellen auch für die Außenbeleuchtung in Stadtteilen und Städten eine attraktive Technologie dar, welche zu immensen Kosteneinsparungen führen kann. Miroslav Batarilo, Lichtplaner bei Philips Lighting, sprach über die Potentiale der LED-Beleuchtung im Bereich Energieeffizienz und Lichtqualität in der Außenbeleuchtung: So ist es möglich, gleichzeitig eine höhere Lichtqualität durch die bessere Ausleuchtung von Straßen und öffentlichen Plätzen zu gewährleisten und mittels intelligenter Steuerung die Lichtintensität bei Bedarf stark zu reduzieren - und somit Kosten zu sparen.
Zu diesem Thema trugen auch Susanne Korhammer, Geschäftsführerin des TARA Ingenieurbüros NordWest, und Gérard Rose vom Landesbetrieb Strassen, Brücken und Gewässer (LSBG) wertvolle Erfahrungen aus der Praxis in den Straßen von Norden-Norddeich und Hamburg bei. So empfinden beispielsweise die Anwohner in Norden-Norddeich die Beleuchtung mit LED deutlich komfortabler und fühlen sich gleichzeitig sicherer, obwohl mittels sensorischer Steuerung die Lichtintensität hinter Fußgängern langsam wieder gesenkt wird. 

Zum Nachmittag der Veranstaltung gewährte Kai Nitschke (ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) tiefere Einblicke in die öffentliche Vergabe von Beleuchtungsaufträgen und -konzepten und betonte, dass der Preis allein nicht entscheidend sei. Anhand einer umfassenden Bewertungsmatrix können die gesamten Lebenszykluskosten sowie der Energieverbrauch und die Produktqualität in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden.

Trotz fortgeschrittener Stunde ließ sich bei den Teilnehmern keine Müdigkeit feststellen. Im Diskussionsforum „World-Café“ diskutierten sie zuletzt in fünf rotierenden Tischgruppen verschiedene Fragen zur LED-Technologie. Persönliche Erfahrungen und Meinungen gepaart mit wertvollem Expertenwissen führten zu intensiven und konstruktiven Diskussionen.

Die Präsentationen der Veranstaltung können Sie hier downloaden:

Was macht gutes Licht aus, was braucht der Körper und was bewirkt Licht im Körper?
Prof. Dr.-Ing. Roland Greule, Professor für Lichttechnik, Lichtdesign und Virtuelle Systeme, HAW Hamburg

Möglichkeiten und Potentiale für Energieeffizienz und Lichtqualität in der Außenbeleuchtung
Miroslav Batarilo, Lichtplaner, Philips Lighting

Tourismusgebiet Norden-Norddeich - innovative Außenbeleuchtung mit LED-Technik
Dipl.-Ing. Susanne Korhammer, Geschäftsführerin TARA Ingenieurbüro NordWest

LED-Technik in der öffentlichen Beleuchtung von Hamburg
Gérard Rose, Fachbereichsleiter Öffentliche Beleuchtung, LSBG Hamburg

Bewertungssysteme für den Einsatz von LED-Technologie: Wie können monetäre und nicht monetäre Kriterien fair gemeinsam bewertet werden?
Kai Nitschke, Business Development Manager, Philips GmbH

Programm

Letzte Änderung: 25.02.16

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