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Das Programm REFUGIUM führte bislang 135 Gesundheitsworkshops für Geflüchtete mit Zertifizierung durch. Foto: Katharina Jeorgakopulos/HAW Hamburg

40 Plätze frei: HAW Hamburg bildet wieder Geflüchtete in Gesundheitsfragen aus

01.02.2018

5. REFUGIUM-Generation geht an den Start: Geflüchtete Frauen und Männer, die Arabisch, Dari/Farsi, Englisch oder Deutsch sprechen, können sich jetzt wieder in Bergedorf zu sogenannten "Gesundheitsmultiplikatoren" ausbilden lassen.

Die Fortbildung umfasst zwei Termine und findet am 15. und 16. Februar von 9.30 bis 17.30 Uhr in Hamburg-Bergedorf statt. Für ein kostenloses Mittagessen ist gesorgt. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Zertifikat.

Geflüchtete Menschen lernen im REFUGIUM-Programm mithilfe von mehrsprachigen Materialien die Gesundheitsthemen Ernährung, Bewegung, Hygiene, psychische Gesundheit, Gesundheitsversorgung und Mundgesundheit kennen und werden befähigt, Gesundheitsworkshops für andere Geflüchtete durchzuführen. 83 Frauen und Männer haben das Programm in den beiden vergangenen Jahren erfolgreich durchlaufen.

Evaluation des REFUGIUM-Programms und Stimmen von Geflüchteten

Die Evaluationsstudie von Omar Aboelyazeid, Masterstudent der HAW Hamburg, und der betreuenden Professorin Dr. Christine Färber zeigte sehr positive Wirkungen: Die bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerteten die Bildungsinhalte der Schulungen als relevant und ihren Kulturen angemessen. Im Programm haben Sie die Möglichkeit, sich über Gesundheitsprobleme und Belastungen auszutauschen. Sie fühlen sich akzeptiert und können ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Ihnen gefällt, dass sie der deutschen Gesellschaft und anderen Geflüchteten helfen können. Sie schätzen es, eine sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe zu haben. Sie konnten sich mit Studierenden, Wissenschaftlern und Gleichgesinnten über Sprachgrenzen hinweg vernetzen. Das Zertifikat war nützlich bei der Job- und Wohnungssuche. Die ehrenamtliche Arbeit war ein Pluspunkt in Asylverfahren.

„Es war eine gute Erfahrung mit gebildeten Leuten zusammenzuarbeiten und die positive Energie und das gute Umfeld zu spüren. Das gab mir Kraft und Hoffnung“, sagt Fatma aus Afghanistan. „Für mich war der Perspektivewechsel wichtig. Mein ganzes Leben war ich eine starke, gebende Person, und in Deutschland wurde ich ein Hilfeempfänger, ich fühlte mich sehr nutzlos und depressiv. REFUGIUM hat mich aufgebaut und gibt mir die Möglichkeit, anderen zu helfen und etwas Sinnvolles zu tun.“, so Haidar aus Syrien.

Weitere Informationen

Informationen zur Fortbildung sind in Arabisch, Dari/Farsi, Englisch und Deutsch erfügbar. Anmeldung und Information unter refugium_info(@)haw-hamburg.de und telefonisch unter 040.42875-6115.

Das Kürzel REFUGIUM steht für "Rat mit Erfahrung: Flucht und Gesundheit – Information und Multiplikation". REFUGIUM hat das Ziel, geflüchteten Menschen in Deutschland mehr Eigenverantwortung für Gesundheit und Prävention zu ermöglichen. REFUGIUM bietet Unterstützung bei der Bewältigung der Lebensbedingungen und ermöglicht einen Austausch.

Information und Download: www.refugium.agency

Anfragen und Bestellungen: refugium_info@haw-hamburg.de

Kontakt:
Department Gesundheitswissenschaften
Prof. Dr. Christine Färber
Tel. 040-42875-6115
REFUGIUM_Info(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 15.03.11

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