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Fakultät Life Sciences
Fakultät Life Sciences

Prof. Boris Tolg mit Urkunde vorne in der Mitte. Foto: Carolin Thiersch/Claussen-Simon-Stiftung

Rettungsübung am Campus Bergedorf. Foto: Heike Thämlitz

„Ausgezeichnet!“: 66.000 Euro für Rettungssimulations-Projekt

29.11.2019

Die Claussen-Simon-Stiftung zeichnete am 28. November 2019 insgesamt sechs herausragende Lehr- und Lernprojekte an Hamburger Schulen und Hochschulen aus. Prof. Dr. Boris Tolg von der HAW Hamburg freute sich mit seinem Projekt „MANV-Analyse“ als einer der Sieger über den hochdotierten Preis.

Bei den Claussen-Simon-Wettbewerben für Schulen und Hochschulen (vormals Unsere Schulen und Unseren Hochschulen) werden jedes Jahr jeweils drei Projekte ausgewählt, die mit ihren außergewöhnlichen Lehr- und Lernformaten Schule und Hochschule bereichern und das gemeinsame Forschen und Lernen von Schüler*innen bzw. Studierenden mit ihren Lehrenden fördern. Insgesamt hat die Claussen-Simon-Stiftung 335.000 Euro an die Gewinner*innen vergeben.

Über das Projekt MANV-Analyse

In der Kategorie Hochschulen wurde in diesem Jahr unter anderem Prof. Dr. Boris Tolg der HAW Hamburg mit dem Projekt MANV-Analyse“ ausgezeichnet. Das Projekt wird mit einer Summe von 66.000 Euro gefördert. Dr. Tolg ist Professor für Informatik und Mathematik am Department Medizintechnik und hat nach 2014 bereits zum zweiten Mal den Preis gewonnen.

MANV steht für „Massenanfall von Verletzten“. Mit der Fördersumme sollen sowohl standardisierte Rettungsübungen geplant, durchgeführt und ausgewertet werden als auch ein deutschlandweites Netzwerk aus den verschiedenen Akteuren (zum Beispiel Polizei, Feuerwehr oder Kommunen) aufgebaut werden.

Die standardisierten Rettungsszenarien dienen dabei als Ergänzung zu den freien Übungen, in denen sich die verschiedenen Rettungskräfte auf die seltenen realen Ereignisse vorbereiten. Bei den Übungen wissen die Rettungskräfte nicht, was sie erwartet und die Szenarien können sehr schwierig und herausfordernd sein. Viele Parameter beeinflussen, wie lange der Abtransport von Verletzten dauert oder wie lange es braucht bis sich eine chaotische Situation lichtet. Auch bei den standardisierten Verfahren wissen die Rettungskräfte möglichst nicht, was auf sie zukommt. Es werden mehrere Szenarien generiert und trotzdem bleiben die Übungen standardisiert. So können die Übungen wissenschaftlich untersucht und miteinander verglichen werden.

Mit dem Projekt wird den verschiedenen Rettungsakteuren das Angebot gemacht, eine Übung gemeinsam durchzuführen und zu begleiten. Das entstehende Netzwerk dient zudem den Studierenden, um Kontakte in die Praxis herzustellen, woraus wiederum Abschlussarbeiten entstehen können. „Das Projekt ist im SIMLab an der Fakultät Life Sciences angesiedelt. Das Ziel ist, dass sich hier eine Art Familie bildet, die sich für das Thema und das gemeinsam Ziel begeistert. Studierende aus höheren Semestern können ihr Wissen weitergeben oder Studierende mit guten Kontakten in die Praxis unterstützen Studierende, die bisher weniger Kontakte haben“, sagt Prof. Tolg.

Gewonnen haben außerdem in der Kategorie Hochschulen:

  • Prof. Dr. Martin Zierold, Hochschule für Musik und Theater, Institut für Kultur- und Medienmanagement: „KMM Lernlabor Kulturmanagement: In neuen Lehr-/Lernformen das Kulturmanagement der Zukunft mitgestalten“. Fördersumme: 66.000 Euro
  • Prof. Dr. Mathias Fischer, Universität Hamburg, Fachbereich Informatik: base.camp – Digitales Kreativlabor für interdisziplinäre studentische Projekte“. Fördersumme: 67.000 Euro.

Mehr Informationen zur „MANV-Analyse“ und zu den anderen Gewinnern finden Sie auf der Webseite der Claussen-Simon-Stiftung.

Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung: „Mit der Ausschreibung des Wettbewerbs möchten wir Lehrende und Lernende dazu ermutigen und den Anstoß geben, sich aktiv für das gemeinsame Lernen einzubringen. Es geht darum, besondere Lernkontexte zu schaffen, in denen das gemeinsame Erforschen von Themenfeldern und die kreative Gestaltung von Bildungserlebnissen im Mittelpunkt stehen. Die fachliche Bildung, die persönliche Weiterentwicklung und der Spaß am gemeinsamen Lernen greifen dabei bestenfalls ineinander.“

Wie es weitergeht: Umsetzung der geförderten Projekte

Die preisgekrönten Projektteams starten zeitnah mit der Umsetzung ihrer Konzepte. Über Fortschritte, erreichte Meilensteine und besondere Ereignisse werden die Projektleiterinnen und -leiter und die Projektmitglieder online in Tagebüchern auf der Website der Claussen-Simon-Stiftung berichten.

Die Auswahl der teilnehmenden Lehrenden beruht auf Empfehlungen der Schüler*innen bzw. der Studierenden. Jeweils bis zu zehn der am häufigsten und überzeugendsten empfohlenen Lehrer*innn bzw. Professor*innen wurden von der Claussen-Simon-Stiftung eingeladen, Projektvorschläge einzureichen. Diese konnten die Schüler*innen bzw. Studierenden dann über ein Online-Tool kommentieren. Die jeweiligen Beiratsgremien entschieden schließlich über die Auswahl der Förderprojekte.

„Ausgezeichnet!“ fand im Helmut Schmidt-Auditorium der Bucerius Law School mit rund 400 Gästen statt. Stipendiatinnen und Stipendiaten im Förderprogramm stART.up gestalteten das musikalische Rahmenprogramm der Preisverleihung. Simone Karl, Alumna bei stART.up, schuf großformatige Illustrationen zu den ausgezeichneten Projekten.

WEITERE INFORMATIONEN

www.claussen-simon-stiftung.de/de/stiftung-erleben/ausgezeichnet

www.claussen-simon-stiftung.de/hochschulwettbewerb

KONTAKT

Claussen-Simon-Stiftung
Sarah-Isabel Conrad
Große Elbstraße 145f
22767 Hamburg
presse(@)claussen-simon-stiftung.de
T. 040 - 380 371 50
www.claussen-simon-stiftung.de

Letzte Änderung: 15.03.11

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