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Großangelegte Rettungsübungen am Disaster-Day an der HAW Bergedorf

29.05.2018

Hamburg/Bergedorf. Drei große Rettungsübungen mit zahlreichen Verletzten beschäftigten am Sonntag, dem 27. Mai 2018, mehrere Hilfsorganisationen, Freiwillige Feuerwehren, Auszubildende vom Institut für Notfallmedizin, sowie Studierende und Mitarbeiter der Hochschule für Angewandte Wissenschaften aus Hamburg.

Eine eingestürzte Halle, um Hilfe rufende Personen, viele mit Kunstblut verschmierte und geschminkte Verletzte. Das war am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr das einleitende Szenario, bei dem es für ein Großaufgebot an Rettungskräften galt, 25 leicht bis schwer verletzte Personen aus einer eingestürzten Maschinenhalle zu retten.

Der Sonntag mit drei Großübungen war der Höhepunkt einer ganzen Woche, in der die Teilnehmer der Weiterbildung „Leitender Notarzt“ des Instituts für Notfallmedizin (IfN) wichtige Inhalte, für die Organisation und Leitung der Verletztenversorgung bei sogenannten MANV Lagen, üben konnten. MANV bezeichnet hierbei den Massenanfall von Verwundeten oder Erkrankten, bei dem so viele Verletzte auf einmal zu versorgen sind, dass die Kräfte des regulären Rettungsdienstes nicht ausreichen. Dies macht besondere Einsatzmittel und Strukturen notwendig, so zum Beispiel die Schnell-Einsatz-Gruppe Rettung (SEGR) der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. oder eben den Leitenden Notarzt.

„Die Dinge die selten passieren, die müssen wir häufiger üben“, so Prof. Stefan Oppermann, Leiter des IfN an der HAW, der diesen Disaster-Day an der HAW Hamburg bereits zum 5. Mal organisiert und durchführt hat. In der Vergangenheit fanden die Übungen, ebenfalls organisiert durch Prof. Stefan Oppermann, bereits schon 16 Mal an anderen Orten statt. „Wir wollen dabei nicht wissen ob wir mit unserem Rettungswesen besser sind als andere Länder sondern von wem wir lernen können“, so Oppermann weiter, der sich „in Deutschland, als Mid-Fünfzigjähriger mit hohem Herzinfarkt Risiko, gut aufgehoben [fühlt], jedoch sind die Israelis z.B. in der Versorgung unter Schussbedingungen besser.“

Insgesamt nahmen 100 Einsatzkräfte mit zwei Lösch- und 12 weiteren Einsatzfahrzeugen an den Übungen teil, u.a. die Freiwilligen Feuerwehren Berliner Tor und Lurup, Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes aus Hamburg und Rotenburg sowie vom Arbeiter-Samariter-Bund Hamburg. Auch das Hamburger THW unterstütze die Übungen im Bereich der Verletztendarstellung.

Der Übungsverlauf wurde durch Studenten des siebten Semesters des Studiengangs Rettungsingenieurwesen (Rescue Engineering, RE) der HAW begleitet und ausgewertet. Als Verletztendarsteller waren auch Erstsemestler beteiligt, die so einen Einblick in das Studium erhalten konnten.

Begleitet wurde der Disaster-Day erstmalig auch von Studierenden des Kurses Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des siebenten Semesters Rescue Engineering.

Die Übungen kann man auf dem Twitter-Account des Studiengangs https://twitter.com/HawRescue  nachverfolgen. Oder unter, siehe: www.facebook.com/bergedorferzeitung/videos/1821329961259660/

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Ansprechpartner
Alexander Behrendt
Pressearbeit (Modul Medien- & Öffentlichkeitsarbeit)
Rescue Engineering/ Rettungsingenieurwesen 7. Semester
Tel.: +49 176 61824723 alexander.behrendt(@)haw-hamburg.de

Timo Bamberger
Pressearbeit (Modul Medien- & Öffentlichkeitsarbeit)
Rescue Engineering/ Rettungsingenieurwesen 7. Semester
Tel.: +49 1522 9525320 timo.bamberger(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 15.03.11

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