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Bunt und harmlos? Strohalme stellen eine große Gefahr für die Umwelt dar. Denn sie werden nur für wenige Minuten verwendet und benötigen mehrere hundert Jahre um sich zu zersetzen.

Kampf gegen den Plastikmüll: HAW Hamburg führt Europäisches Forschungsteam

29.10.2018

Sie sind farbenfroh und sehen harmlos aus – doch Strohalme oder Wattestäbchen stellen eine große Gefahr für die Umwelt dar. Denn gerade diese Kunststoffprodukte, die man nur für wenige Minuten verwendet, benötigen mehrere hundert Jahre bis sie sich zersetzen. Ein Projekt der European European School of Sustainability Science and Research der HAW Hamburg soll bald an der Entwicklung von biobasierten und abbaubaren Verpackungen forschen.

Zum Schutz der Umwelt, will das EU-Parlament nun Plastikteller, Plastikbesteck sowie dünne Plastiktüten und andere Produkte verbieten. „Das ist gut so!“, meint Herr Prof. Dr. Walter Leal, Leiter der neu gegründeten „European School of Sustainability Science and Research“ (ESSSR) der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg.

Unter seiner Leitung erarbeitet dieses Konsortium derzeit ein Konzept zu dem von ihm initiierten Projekt „Bioplastic Europe“. Es soll Ende Januar 2019 bei der Europäischen Union eingereicht werden, um eine Förderung für das Forschungsprogramm Horizon 2020 zu erhalten. Zu dem Konsortium gehören insgesamt 30 Einrichtungen. Darunter sind zahlreiche Hochschulen, Verbände und Firmen in Deutschland, Finnland, Italien, England, Litauen, Österreich, Polen und Schweden. Auch große Verpackungshersteller wie Tetra Pak und Unilever gehören dazu.

Prof. Leal meint: „Biobasierte und abbaubare Materialien sind ein Weg das Umweltproblem zu reduzieren.“ Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Projekt „Bioplastic Europe“ viele Firmen ins Boot geholt, die Taschen, Teller, Gabel, Messer oder Fischernetze aus Biomaterialien wie Pflanzen und Essensresten herstellen. „Wir wollen Wege finden, solche Produkte marktreif zu machen und so eine solide Alternative für herkömmliche kunststoffbasierte Materialien im Sinne der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft bieten" sagt Prof. Leal.

Außerdem möchte er auch auf die Verantwortung der Verbraucher hinweisen. Wer seinen eigenen unnötigen Plastikkonsum reduziert, kann sich selbst für die Reduzierung des Problems einsetzen!

KONTAKT

HAW Hamburg
Prof. Dr. Walter Leal
European School of Sustainability Science and Research

esssr(@)ls.haw-hamburg.de

 

 

Letzte Änderung: 15.03.11

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