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Bild: Juliane Bönecke (Master of Science)

Stechmücken in Hamburg – Forschungsprojekt untersucht Auswirkungen auf die Bevölkerung

26.10.2017

Stechmücken sind vor allem in den Sommermonaten nicht nur Grund für Ärger, sondern können auch Überträger von Krankheiten wie etwa Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber und sogar dem Zika-Virus sein. Weltweit sind Millionen von Menschen davon betroffen. Nun untersucht ein Forschungsvorhaben, wie der Klimawandel zur Verbreitung verschiedener Stechmücken in Hamburg führt.

Auch in Deutschland stellen Stechmücken ein zunehmendes Problem dar. Ein Grund ist der Klimawandel, der die Vermehrung von Stechmücken begünstigt. Krankheiten, die durch Stechmücken übertragen werden, können sich auf diese Weise schneller verbreiten. 

Nun untersucht das Forschungsvorhaben rund um das Thema "Stechmücken in Hamburg", wie der Klimawandel die Verbreitung der Mücken beeinflusst. Das Team um Prof. Dr. Dr. Walter Leal führt das Projekt am Forschungs- und Transferzentrum für Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement (FTZ-NK) an der HAW Hamburg durch. Erste Ergebnisse sollen im März 2018 vorliegen. Hintergrund ist ein bereits bestehendes Projekt des FTZ-NK, das sich mit dem Zika-Virus auf den Fidschi-Inseln befasst. 

"Der Klimawandel hat weltweit große Auswirkungen auf sogenenannte "vectore borne diseases". Die Faktoren Regen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Extremwetterereignisse haben massiven Einfluss auf die Reproduktion, Überlebensdauer und Fressgewohnheiten der Vektoren, in diesem Fall der Stechmücken. Viele Krankheiten die weltweit durch Mücken enstehen, würden sich durch Schutz- und Präventionsmaßnahmen reduzieren, wenn nicht gar vermeiden lassen. Daher ist es in diesem Projekt besonders wichtig zu erfassen, wie das Bewusstsein und der Wissenstand der Bevölkerung überhaupt aussieht. Das Verantwortungsbewusstsein innerhalb unserer Bevölkerung ist eine der wichtigsten Komponenten für den Erfolg von Präventionsmaßnahmen", beschreibt Johanna Heimfarth die Intention des Forschungsprojekts.

Als Hilfswissenschaftlerin sowie Praktikantin ermittelt sie derzeit die Verbreitung von Stechmücken in Hamburg. Dabei werden nicht nur geografische und klimatische Faktoren ausgewertet. Mit dem Projekt soll ebenfalls das Bewusstsein der Hamburger Bevölkerung zum Thema „Stechmücken, übertragbare Krankheiten und mögliche Einflüsse durch den Klimawandel“ gefördert werden. Um möglichst viele Einwohner Hamburgs zu erreichen, wird dazu eine Online-Umfrage durchgeführt. Darin werden Hamburgerinnen und Hamburger zu ihren Erfahrungen mit Stechmücken und ihren Einschätzungen über die Verbreitung von Krankheiten in der Hansestadt befragt. (Autoren: Katharina Jeorgakopulos/Johanna Heimfarth)

Die Online-Umfrage ist zu erreichen unter: https://www.umfrageonline.com/s/stechmueckeinHH

Zur Person: Johanna Heimfarth studiert im 6. Fachsemester den Bachelorstudiengang Gesundheitswissenschaften. Ihr Forschungspraktikum absolviert sie derzeit im FTZ-NK mit anschließender Bachelorarbeit über das Thema "Klima & Gesundheit". Ihr Interesse gilt besonders den Zusammenhängen von Umwelt und Gesundheit aus dem Blickwinkel der Bevölkerung.

Kontakt:
Fakultät Life Scineces
Forschungs- und Transferzentrum für Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement (FTZ-NK)
Johanna Heimfarth
Johanna.Heimfarth(@)haw-hamburg.de
walter.leal2(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 15.03.11

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