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Fakultät Life Sciences
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Besondere Einsätze können auch für Rettungskräfte und die Polizei gefährlich werden. Deshalb muss die Bewältigung speziell trainiert werden, Foto: Arne Jansch

Studierende beraten Ortsverband für anstehendes G7-Außenministertreffen

Jansch/Jeorgakopulos30.03.2015

Neues, beliebtes Wahlpflichtmodul bereichert das Studium der Gefahrenabwehr / Hazard Control (HC) an der Fakultät Life Sciences in Hamburg-Bergedorf.

Aktuelle Ereignisse zeigen, dass sich schwierige Einsatzlagen nicht verhindern und auch schlecht simulieren lassen. Selbst eingeübte Einsatzlagen, in denen Studierende im BA-Studiengang „Gefahrenabwehr / Hazard Control (HC)“ darauf vorbereitet werden, die zukünftigen Führungskräfte von Hilfeleistungsorganisationen und Behörden zu stellen, hinken den realen Krisenszenarien hinter. So zum Beispiel nach Amoklagen oder Terroranschlägen, die für Rettungsdienst und Feuerwehr eine große Herausforderung darstellen.

Neue Lehrveranstaltung im Studiengang Hazard Control: Jetzt wurde durch den Qualitätspakt Lehre (Q-Pakt) die Konzeption einer neuen Lehrveranstaltung möglich, die bereits standardgemäß beim Kooperationspartner der HAW Hamburg, der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, angeboten wird. Arne Jansch, Mitarbeiter im Q-Pakt, ist seit 2011 Gastdozent an der AKNZ und konnte nun zusammen mit der Akademie das neue Wahlpflichtfach „Prävention und Management besonderer Einsatzlagen (PME)“ im Studiengang „Gefahrenabwehr“ auf den Weg bringen.

Das neue Wahlpflichtfach hat einen hohen wissenschaftlichen Anspruch. Es ist interdisziplinär ausgelegt und hat einen starken Praxisbezug. Dass es schon jetzt bei den Studierenden gut ankommt, beweist die aktuelle Lehrevaluation. Zitate daraus lauten: „Spannende Inhalte, die sonst wenig Beachtung finden“, „Sehr gute Lehrveranstaltung in einem Themenbereich, der zunehmend an Bedeutung gewinnt“, „Gute Ergänzung zum Studiengang HC“. Gelobt werden vor allem „die Förderung von Systemwissen und Systemverständnis“ sowie der „offene Diskurs über die Fachgrenzen hinweg“, der dafür sorgt, dass auch Studierende aus dem Studiengang Rettungsingenieurwesen / Rescue Engineering (RE) zu den fast 50 Teilnehmern/innen gehören.

Neue erweiterte Lehrformen: Im Rahmen des Wahlpflichtmoduls PME findet auch die Exzellenz von internationalen Hochschulen auf diesem Gebiet Berücksichtigung, darunter führende Hochschulen in Georgetown, Maryland und Den Haag. Zusätzlich nimmt die „virtuelle“ Dimension des Studiums einen großen Stellenwert ein. Dafür wird das an der HAW etablierte E-Learning System „emil“ als Tool für die Vor- und Nachbereitung genutzt. Des Weiteren wird die professionelle Nutzung der neuen Sozialen Medien zur Bearbeitung der Aufgaben eingefordert. So wird beispielsweise das systematische Recherchieren und Analysieren von Tweets vorausgesetzt, um genauere Informationen über die Einsätze zu erlangen. Diese Recherchen in den sozialen Netzwerken sind notwendig, um die Teamaufgaben zu lösen. Dies geschieht in der Regel in kleinen Gruppen, indem die Studierenden vergangene, beispielhafte Einsatzlagen nach einem bestimmten Schema ("Lessons Learned") auswerten und analysieren. Dieses Schema des "Lessons Learned" wird inzwischen in den Behörden und bei Hilfeleistungsorganisationen angewendet. Im Sinne des problembasierten Lernens steht am Ende der Lehrveranstaltung deshalb eine detaillierte und aufwändig angefertigte, interaktive Fallstudie ("Case Study").

Wissen von Studierenden gezielt eingesetzt: Dabei können die frisch erworbenen Kompetenzen der Studierenden hinsichtlich Gefährdungsanalysen sofort gezielt eingesetzt werden. Denn anlässlich anstehender Großveranstaltungen – wie das G7-Außenministertreffen im April in der Hansestadt Lübeck – unterstützt die HAW den Arbeiter-Samariter-Bund, Ortsverband (ASB) Lübeck und die Vorbereitung von Rettungsdienstführungskräften von weiteren Landkreisen. Die ersten von den Studierenden erarbeiteten Ergebnisse konnten im Februar 2015 Vertretern/innen der Rettungsdienste unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Schütte und Arne Jansch vorgestellt werden. Die studentische Unterstützung wird fast ein ganzes Jahr laufen und den Studierenden konkrete Arbeitsfelder liefern, auf denen sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Weitere studentische Unterstützung durch Bachelor-Arbeiten erfahren beispielsweise der Arbeiter-Samariter-Bund in Schleswig-Holstein und der Ortsverband in Lübeck.

Informationen zum Qualitätspakt Lehre (Q-Pakt)

Kontakt:
Arne Jansch (M.A.)
Studiengänge Gefahrenabwehr / Hazard Control - Rettungsingenieurwesen / Rescue Engineerng
Tel. +49.40.428 75-6347
arne.jansch(@)haw-hamburg.de

Letzte Änderung: 15.03.11

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