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Informationen für:

Fakultät Life Sciences
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Forschungsgruppe: Angewandte Umweltanalytik und Ökotoxikologie

Zielsetzung

Ziel der Forschungsgruppe ist es, mit Hilfe neuer automatisierter analytischer Messverfahren und ökotoxikologischer Testsysteme Bewertungen von Umweltrisiken durchzuführen.  Die zu entwickelnden Analysemethoden sollen in-situ in limnischen bzw. marinen Ökosystemen angewendet werden, um das Risiko abzuschätzen, das von Umweltschadstoffen wie persistenten organischen Schadstoffen (POPs) ausgeht. Die Forschungsarbeiten stellen eine wesentliche Voraussetzung zur Implementierung der biologisch verfügbaren Schadstofffraktion von POPs in Risikobewertungs- und Risikomanagementstrategien dar.

Die Anwendung und integrative Bewertung von ökotoxikologischen Testkombinationen auf insbesondere aquatische Systeme liefert Aussagen über eine potenzielle Schadwirkung von Schadstoffen in der Umwelt. Wird der Testorganismus im Labor durch Proben eines Standortes geschädigt, besteht die Möglichkeit, dass auch die an diesem Standort lebenden Organismen in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit Hilfe des Einsatzes verschiedener Tier- und Pflanzenarten in sogenannten Testkombinationen werden die unterschiedlichen Wirkungen auf verschiedenartige Organismen erfasst, sowie das Zusammenwirken verschiedener Umweltchemikalien und die Effekte nicht bekannter oder auch nicht-gemessener Chemikalien

Durch die Verknüpfung der chemischen Messungen mit biologischen Testmethoden und der Untersuchung von im Ökosystem lebenden Organismen wird die ganzheitliche Betrachtung der biologischen Wirkung angestrebt. Bisher widmen sich die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen jeweils nur einem der hier aufgeführten Schwerpunkte.

Schwerpunkte

  • Spuren- und Ultraspurenanalytik organischer Fremdstoffe (PAH, PCB, PCDD/F, PBDE) und Schwermetallen (Hg) in limnischen und marinen Gewässern (Wassersäule, Sediment und Biota)
  • Entwicklung, Kalibrierung und Evaluierung von Passiv- und Gleichgewichtssammlern zur analytischen in-situ Messung von polaren und unpolaren organischen Spurenstoffen im Meerwasser und Sediment (chemische Aktivitäts- und Fugazitätsmessungen)
  • Entwicklung sensitiver und präziser analytischer Methoden (z.B. SPME- Solid Phase Micro Extraction) zur direkten Messung des bioverfügbaren Anteils von organischen Schadstoffen in verschiedenen Umweltkompartimenten (Wasser, Sediment, Klärschlamm, Biota)
  • Entwicklung von anwendungsoptimierten Biotestbatterien (Risk Assessment) zur Untersuchung der biologischen und ökotoxikologischen Wirkung von Schadstoffen auf Organismen
  • Erarbeitung von Empfehlungen für ökotoxikologisch basierte Grenzwerte für Schadstoffe in Wasser und Sediment
  • Auswirkung der Klimaveränderung auf den Eintrag und die Bioverfügbarkeit von Schadstoffen
  • Modellierung des Schadstofftransportes in der Elbe
  • Entwicklung von Niedrigkostenanalyseverfahren (mobiles Schullabor)
  • Betreuung von „Jugend forscht“ Arbeiten im Rahmen des Arbeitsprogramms

Letzte Änderung: 29.01.16

An die Redaktion

Sprecherin der Forschungsgruppe

Prof. Dr. Gesine Witt

T +49.40.428 75-6417

gesine.witt(@)haw-hamburg.de

Prof. Dr.habil. Gesine Witt
Prof. Dr.habil. Gesine Witt

Professorin für Umweltchemie/Ökotoxikologie
„Die wissenschaftliche Arbeit befriedigt meine Neugierde und meinen Forscherdrang. Wasser als primärer Lebensstoff fasziniert mich dabei besonders.“


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Prof. Dr. Susanne Heise

T +49.40.428 75--6217

susanne.heise(@)haw-hamburg.de