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Informationen für:

Fakultät Life Sciences
Fakultät Life Sciences

Teilprojektleiterin:

Prof. Gesine Witt

Kooperationspartner:

Prof. Kay-Christian Emeis (Helmholtz-Zentrum Geesthacht)
PD Dr. Christian Winter (MARUM)
Prof. Michael Schlüter (AWI)
Dr. Norbert Theobald (BSH)
PD Dr. Ingrid Kröncke (Senckenberg)
Dr. Gerd Kraus (Thünen Institut)
Prof. Christian Möllmann (CEN UHH)

Mitarbeiter:

Nora Niehus (Doktorandin)

Projektbeschreibung:

Ziel dieses Teilprojekts ist es, die biologisch verfügbare frei gelöste Schadstoffkonzentration c bzw. die chemische Aktivität a und damit die Basistoxizität von hydrophoben, organischen Schadstoffen (HOCs) in Sediment-Porenwassersystemen zu ermitteln. Weiterhin soll der diffusive Massentransfer an den Grenzflächen Sediment/Bodenwasser bzw. im Sedimentprofil bestimmt werden. Als sensitive und sehr effektive Alternative zu den derzeit gebräuchlichen aktiven Probenahmesystemen soll dafür ein in-situ Passivsammelsystem auf Basis der Festphasenmikroextraktion (SPME) für das marine Ökosystem adaptiert und validiert werden. Zur Bewertung des Risikos der chemischen Kontamination sind neben der chemischen Analytik biologische Indikatoren notwendig, die die Wirkung der Umweltchemikalien auf die Organismen feststellen. Als weiterer Schritt sieht die Meeresstrategierichtlinie (MSRL) daher die Nutzung des Potenzials der Risikoanalyse als Instrument bei der Politikgestaltung vor. Ein sehr wichtiger Teil dieses Projekts soll sich aus diesem Grund auf den Einsatz bioanalytischer Methoden zur Charakterisierung des potentiellen Effektes der Schadstoffe konzentrieren. Dadurch kann die Gefahr abgeschätzt werden, die von den sedimentgebundenen Schadstoffen für die benthischen Lebensgemeinschaften ausgeht.

Mit vorhandenen Verfahren und unter Anwendung der neuen Werkzeuge und der geeigneten Indikatoren soll eine verbesserte Beurteilung Verteilung, Transport und Wirkung der Schadstoffe erzielt werden. In Kooperation mit den Projektpartnern wird ein Habitat-Atlas über die Schadstoffeigenschaften der einzelnen Sedimenttypen in der Deutschen Bucht erstellt und durch Modellierung auf die gesamte AWZ hochgerechnet werden, wobei die zeitliche und räumliche Variabilität sowie externer Einflussgrößen beachtet werden.

 

Laufzeit:

04 / 2013 - 04 / 2016

 

Informationen zu den einzelnen Teilprojekten und Ergebnisse finden Sie hier: http://www.noah-project.de/

Letzte Änderung: 09.03.15

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