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Fakultät Technik und Informatik
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1. Bürgermeister informiert sich über aktuelle HAW-Forschungen im Bereich des automatisierten Fahrens; hier mit Professor Rettig. Foto: Katharina Jeorgakopulos / HAW Hamburg

V.l.n.r.: Christoph Schöne, Tobias Wenzel, 1. BM Peter Tschentscher, Prof. Rasmus Rettig, Sebastian Frisch, Christopher Rotzlawski und HAW-Vizepräsident Prof. Thomas Netzel Foto: Katharina Jeorgakopulos / HAW Hamburg

Foto: Katharina Jeorgakopulos / HAW Hamburg

Foto: Katharina Jeorgakopulos / HAW Hamburg

Bürgermeister testet automatisiertes Fahren

06.09.2019

Das „Urban Mobility Lab“ der HAW Hamburg erforscht und testet Möglichkeiten der Sensorik auf der Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren.

Hamburgs innerstädtische Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren hat neben VW und weiteren Wirtschaftspartnern nun die erste Forschungsinstitution als Nutzer: Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg forscht unter der Leitung von Prof. Dr. Rasmus Rettig, wie Laser-Abstandsmesser, Radar- und Ultraschall-Sensoren automatisiertes Fahren ermöglichen. Bürgermeister Tschentscher informierte sich heute über die Sensorik und Automatisierungs-Technik und erprobte diese bei einer Fahrt mit einem Tesla auf der Teststrecke. Der neun Kilometer lange Rundkurs vom Dammtor-Bahnhof über Messehallen, Landungsbrücken, Rödingsmarkt und Stephansplatz wird gera­de schrittweise mit Kommunikationstechnik an den Ampeln technisch ausgerüstet. Er ist eins von derzeit rund 70 laufenden Projekten der Senatsstrategie für Intelligente Verkehrssysteme (ITS).

Die HAW Hamburg arbeitet seit dem Jahr 2014 an Projekten zum autonomen Fahren. Dazu hat Prof. Dr. Rasmus Rettig das „Urban Mobility Lab“ als Teil des Zukunftsprogramms der Fakultät Technik und Informatik gestartet. Ein Ziel des Urban Mobility Labs ist die präzise Erkennung der Position eines Fahrzeugs, wenn Systeme wie GPS oder Galileo keine korrekten Positionsinformationen liefern. Dies ist insbesondere im Umfeld von Hochhäusern durch die Abschattung der Satellitensignale der Fall und trifft auch auf Bereiche der Hamburger Teststrecke zu. Weiterhin wird das Zusammenspiel autonomer Funktionen mit der Effizienz batterieelektrischer Antriebe untersucht. Der dritte Bereich der Untersuchungen ist die Vernetzung des Fahrzeugs. Hierbei soll insbesondere die Sicherheit gegenüber Hacker-Angriffen untersucht werden. Geplant ist zudem ein Projekt, bei dem die HAW Hamburg mit der Stadt und Industriepartnern dynamische Karten mit Zusatzinformationen für autonome Fahrzeuge erzeugt.

Prof. Dr. Rasmus Rettig, Professor for Electrical Engineering and Sensors: „Das Team im Urban Mobility Lab an der HAW Hamburg forscht zum autonomen und vernetzten Fahren. Das automatisierte Fahren ist eine sehr anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe, die gerade in urbanen Umgebungen außerordentlich komplex ist. Im Unterschied zu Autobahnen kann nur ein sehr eingeschränkter Bereich um das Fahrzeug herum direkt durch Sensoren erfasst werden, die Verfügbarkeit von Satellitensignalen ist nur begrenzt gegeben und die Verkehrssituationen sind sehr viel vielfältiger. Für diesen Anwendungsfall ist es uns gelungen, ein einfaches und preisgünstiges Sen­sor­system zu entwickeln, welches als Ergänzung zu vorhandenen Sensoren die Positions­be­stimmung deutlich verbessert. Derzeit arbeiten wir an einem digitalen Simulationsmodell der Teststrecke, um Untersuchun­gen zunächst im Labor durchzuführen und damit viel effizienter entwickeln zu können.“

Hamburgs Teststrecken-Projekt sieht vor, dass bis Ende kommenden Jahres 37 Ampeln und eine Brücke so ausgestattet werden, dass sie Informationen per dafür konzipiertem WLANp an Fahrzeuge senden können. Bisher sind neun Ampeln ausgerüstet und können mit Fahrzeugen, die über die entsprechende Infrastruktur verfügen, kommunizieren. Im Rahmen der Strategie für Intelligente Verkehrs­systeme („ITS-Strategie“) baut Hamburg die rund neun Kilometer lange Teststrecke nutzeroffen und herstellerunabhängig auf. Ziel ist die Verbesserung des Verkehrs­flusses und der Sicherheit im Straßenverkehr sowie Erkenntnisse zum künftigen Einsatz der digitalen und kabellosen Kommunikation zwischen Fahrzeugen oder Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur („V2X-Infrastruktur“). Der Aufbau der Teststrecke wird vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer gesteuert und der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH umgesetzt.

Die Teststrecke ist eines der ITS-Projekte im Strategie-Handlungsfeld „Automatisiertes und Vernetztes Fahren“. Dazu gehört neben dem Projekt „HEAT“ in der HafenCity auch das Projekt „TaBuLa“ aus der Metropolregion Hamburg, bei dem die Technische Universität Hamburg (TUHH) mit den Verkehrs­betrieben Hamburg-Holstein und anderen Partnern in Lauenburg ein Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse aufbaut.

Hamburg ist vom 11. bis 15. Oktober 2021 Gastgeber des ITS-Weltkon­gresses, bei dem den Besuchern auch auf der Teststrecke vielfältige Anwendungen präsentiert werden sollen.

 Teststrecke Automatisiertes und Vernetztes Fahren: www.tavf.hamburg

 ITS-Strategie und deren Umsetzung: www.hamburg.de/its

Rückfragen der Medien:

Senatskanzlei
Pressestelle des Senats
Telefon: 040 42831-2244
Email: pressestelle(@)sk.hamburg.de

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Pressestelle | Dr. Katharina Jeorgakopulos
Tel: (040) 428 75 - 9132 | presse(@)haw-hamburg.de

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Pressestelle | Christian Füldner
Tel: (040) 428 41-1326 | pressestelle(@)bwvi.hamburg.de
http://www.hamburg.de/bwvi| Twitter: @HH_BWVI | Instagram: hh_bwvi

Letzte Änderung: 28.05.13

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