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Foto: Katharina Jeorgakopulos

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Foto: Moritz Heitmann

Willkommen in Hamburg, European XFEL

30.08.2017

Auch die HAW Hamburg beteiligt sich noch bis zum 3. September an der Licht- und Laserinstallation zum Start des hellsten Röntgenlasers der Welt.

Am Hamburger Abendhimmel strahlen seit Montagabend in fünfzig Meter Höhe fünf Laser in Richtung Westen: Nach Schenefeld – an den Ort, an dem unterirdisch das hellste Röntgenlicht der Welt ankommt. Die Laser in der Stadt und die Botschaft am Kaispeicher der Elbphilharmonie sollen die neue Großforschungsanlage, die am 1. September eröffnet wird, in der Wissenschaftsmetropole  Hamburg willkommen heißen. Abgeschickt werden die Laser von der Elbphilharmonie, dem Philosophenturm der Universität Hamburg, dem Planetarium, dem Standort der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung an der Hamburger Meile ­– und dem „E-Hochhaus“ der HAW Hamburg am Berliner Tor 7. Die Laserinstallation wird jeden Abend bis zum 3. September ab der Dämmerung bis ca. 1 Uhr Nachts sichtbar sein.

WO UND WANN?

28. August bis 03. September 2017
täglich ab ca. 20:30 bis 01:00 Uhr, am 02. und 03. September bis 02:00 Uhr

Technische Eigenschaften der Licht- und Laserinstallation

Bei jeder Location kommt ein Laserprojektor zum Einsatz, der einen grünen, stehenden Strahl in Richtung des European XFEL schießt. Die Laser von der HAW Hamburg, Universität Hamburg, Wissenschaftsbehörde und Planetarium haben eine Leistung von 20 Watt. Bei der Elbphilharmonie kommt ein 100 Watt starker Laser zum Einsatz. Zusätzlich findet dort eine Projektion auf die Fassade des Kaispeichers statt. Der Strahlenverlauf bewegt sich gemäß den Sicherheitsvorgaben bei allen Lasern im Bereich zwischen 50m und 100m über dem Boden.

Über European XFEL

European XFEL ist eine internationale Forschungsanlage der Superlative in der Metropolregion Hamburg: 27.000 Röntgenlaserblitze pro Sekunde und eine Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art, werden völlig neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen. Forschergruppen aus aller Welt können an dem europäischen Röntgenlaser atomare Details von Viren und Zellen entschlüsseln, dreidimensionale Aufnahmen im Nanokosmos machen, chemische Reaktionen filmen und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersuchen. Die European XFEL GmbH ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation, die eng mit dem Forschungszentrum DESY und weiteren internationalen Institutionen zusammenarbeitet. Sie beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der zweiten Jahreshälfte 2017 soll die Anlage den Nutzerbetrieb aufnehmen. Mit Kosten von 1,22 Milliarden Euro (Preisniveau 2005) für Bau und Inbetriebnahme und einer Länge von 3,4 Kilometern ist European XFEL eines der größten und ambitioniertesten europäischen Forschungsprojekte. Derzeit beteiligen sich elf Länder: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien und Ungarn; Großbritannien befindet sich im Beitrittsprozess. Deutschland (Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein) trägt 58 Prozent der Kosten für die neue Einrichtung, Russland 27 Prozent. Die anderen Partnerländer sind mit ein bis drei Prozent beteiligt.

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Letzte Änderung: 28.05.13

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