PLACES

PLAsticity of perception in real and virtual spaCES

© Eike Langbehn
The PLACES project investigates how the brain constructs and adapts perceptual space through sensorimotor interactions in both real and virtual environments, with the dual aim of advancing fundamental perception science and developing more effective, human-centric VR and XR technologies for the benefit of European society.

Raum ist grundlegend für die physische und wahrnehmungsbezogene Realität, aber physischer und wahrnehmungsbezogener Raum sind nicht dasselbe. Der wahrnehmungsbezogene Raum wird vom Gehirn erzeugt und durch die sensomotorischen Interaktionen unseres Körpers mit der physischen Realität plastisch geformt.

In der digitalen Zukunft gesellen sich zu diesen beiden Räumen neuartige Räume, die in Virtual Reality (VR) und Extended Reality (XR) erlebt werden, da sich diese neuen Technologien in Arbeit, Freizeit und sozialer Interaktion massiv ausbreiten. Das erste Ziel von PLACES ist es zu verstehen, wie sensomotorische Interaktionen in virtuellen Umgebungen den Wahrnehmungsraum formen und wie dieser mit dem Virtual Space (VS) und dem Real Space (RS) interagiert.

Zweitens ist ein tiefes und verbessertes Wissen über Wahrnehmungsmechanismen entscheidend für die zukünftige Entwicklung von VR als zentrale digitale Technologie für Europa. Damit VR und XR den Menschen dienen, müssen sie effektiv, komfortabel, transparent und fair sein. Diese Ziele lassen sich nur erreichen, indem Wahrnehmung auf menschzentrierte Weise verstanden und berücksichtigt wird.

Ausgehend von diesen Prämissen verfolgt das hochgradig interdisziplinäre Konsortium von PLACES fünf zentrale Ziele: 

(1) modernste VR-Technologie einzusetzen, um das wissenschaftliche Wissen über die Mechanismen der sensomotorischen Wahrnehmung und Plastizität zu erweitern; 

(2) das Verständnis über räumliche Wahrnehmung, Blickkontrolle und sensomotorische Plastizität zu nutzen, um VR-Technologie weiterzuentwickeln und die VR-Anwendbarkeit zu verbessern; 

(3) Handlungsabsichten von Nutzerinnen und Nutzern in VR vorherzusagen und diese Vorhersagen in fortschrittlichen User Interfaces einzusetzen; 

(4) zu verstehen, wie die langfristige Nutzung von VR mit wahrnehmungsbezogenen und sensomotorischen Zuständen im realen und virtuellen Raum interagiert; sowie 

(5) Forschungsergebnisse in angewandte Bereiche wie Sehhilfen und soziale Telepräsenz zu überführen.

Das Erreichen dieser Ziele wird die EU als führende Kraft in der Wahrnehmungsforschung und ihrer Anwendung in VR etablieren. PLACES strebt nach neuen Grenzen in der Wahrnehmungswissenschaft und ihren Anwendungen sowie nach einem bedeutenden Einfluss auf die Menschen in der EU.

Projektlaufzeit
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ProjektBudget
46.000
Mittelgeber
Europäische Kommission
Einrichtungen
CC3S Fakultät Informatik und Digitale Gesellschaft
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