ESIDA

Epidemiologische Überwachung von Infektionskrankheiten in Subsahara-Afrika

ESIDA - Strengthening Epidemiological Surveillance for Infectious Diseases in Sub-Saharan Africa

In Gebieten mit unzureichenden Kapazitäten für die Erfassung und Überwachung lokaler Krankheitsgeschehen verbreiten sich Infektionskrankheiten oft unbemerkt. Infolgedessen stellen die frühzeitige Erkennung von Krankheitsausbrüchen und das Ergreifen zielgerichteter Gegenmaßnahmen eine Herausforderung für nationale Gesundheitssysteme dar. Mit dieser sehen sich vor allem ressourcenschwache Regionen, wie z.B. Länder in Subsahara-Afrika, konfrontiert.
Eine wachsende digitale Infrastruktur, insbesondere im Mobilfunksektor in Regionen Subsahara-Afrikas, und der technologische Fortschritt bieten aussichtsreiche Möglichkeiten für einen effizienteren Informations- aber auch Wissenstransfer zur Verbesserung epidemiologischer Gesundheitsüberwachung. Das Sammeln von Informationen über Mobilfunkgeräte sowie die Nutzung offener Datenquellen (Open Data), z.B. frei zugängliche Bevölkerungs- und Umweltdaten, bergen als neue Komponente traditioneller Surveillance-Systeme ein enormes Potential, welches gleichzeitig nach einer intelligenten Vernetzung qualifizierter Akteure über Ländergrenzen und Einzeldisziplinen hinaus verlangt.
Das Ziel des Vorhabens ESIDA ist es, Kenntnisse, Methoden und Datenquellen verschiedener Forschungsdisziplinen zu verbinden, um neue Ansätze datengesteuerter Gesundheitsinformations- und Überwachungssysteme zur Früherkennung von Infektionsereignissen zu erforschen und zu entwickeln. Das angestrebte Ergebnis ist der Entwurf eines elektronischen Gesundheitsinformations- und Überwachungssystems, das die epidemiologische Überwachung von Infektionsereignissen in Tansania stärken und dazu beitragen soll, lokale Akteure aus Public Health und der gesundheitspolitischen Entscheidungsfindung in einem frühen Stadium eines Infektionsausbruchs zu informieren. Perspektivisch ließe sich das ESIDA-System auf weitere Mitgliedstaaten der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC) ausweiten, um Maßnahmen lokaler Felddiagnostik im Rahmen eines bestehenden nationalen Laborprojekts zu unterstützen.
ESIDA baut hierfür auf bestehende Netzwerke deutscher und afrikanischer Akteure auf und verfolgt die Stärkung internationaler disziplinübergreifender Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Dabei eint das Vorhaben die Fachbereiche Epidemiologie, klinische Forschung, Biosicherheit, Public Health, Umweltwissenschaften sowie Computer und Data Science.

Projektfokus
Forschungs- und Netzwerkvorhaben zur Stärkung der epidemiologischen Überwachung von Infektionskrankheiten in Subsahara-Afrika

Zielregion
Tansania, Ostafrikanische Gemeinschaft (East African Community, EAC)

 

Projektteam

  • Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM)
    • Abteilung Infektionsepidemiologie (Koordinator)
  • Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)
    • Department Gesundheitswissenschaften
    • Department Informatik
    • Forschungs- und Transferzentrum “Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement”
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
    • Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie
  • Universität Hamburg (UHH)
    • Institut für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie
    • Abteilung Mikrobiologie und Biotechnologie
  • Nelson Mandela African Institution of Science and Technology (NM-AIST)
    • Africa Centre for Research, Agricultural Advancement, Teaching Excellence and Sustainability (CREATES)

Kontakt
Juliane Bönecke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Projektmanagerin
Department Gesundheitswissenschaften
T +49 40 428 75-6362
juliane.boenecke (@) haw-hamburg.de

 

 

Projekt Team:

Juliane Bönecke
Projektlaufzeit
-
ProjektBudget
398.607
Mittelgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Einrichtungen
Fakultät Life Sciences Fakultät Technik und Informatik

ESIDA Teilmodule

Das Vorhaben umfasst insgesamt sieben Forschungsschwerpunkte:

Modul 1: ESIDA Koordination und Vernetzung

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Modul 2: eHealth-Strategien in der Überwachung von Infektionskrankheiten

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Modul 3: Open Data in der Überwachung von Infektionskrankheiten

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Modul 4: ESIDA Datenarchitektur

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Modul 5: Indikatorgestützte Risikobewertung zur Ausbruchsfrüherkennung

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Modul 6: ESIDA Pilotstudie

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Modul 7: ESIDA Decision Support System

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