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Interaktionen von Systemischen Erkrankungen und Mundgesundheit bei ambulanter Pflegebedürftigkeit

Bei ambulant Pflegebedürftige verschlechtert sich die Mund- und Zahngesundheit sowie die mundgesundheitliche Lebensqualität. Epidemiologisch zeigt sich ein Zusammenhang zwischen der Mund- und Zahngesundheit und so genannten systemischen Erkrankungen z.B. des Stoffwechsels oder des Herzens. Mit zunehmender Immobilität nehmen diese Patienten auch weniger zahnärztliche Leistungen in Anspruch.

Das vom Innovationsfond des G-BA geförderte Forschungsprojekt umfasst insgesamt vier Teilprojekte:

  • TP I untersucht Barrieren und förderliche Faktoren von zahn- und hausärztlicher sowie pflegerischer Versorgung sowie Bewältigungsstrategien von Patient*innen und Angehörigen.
  • Für TP II stellt die DAK Routinedaten zur Inanspruchnahme medizinischer und zahnärztlicher Gesundheitsleistungen ihrer Versicherten zur Verfügung. Analysiert werden soll, wie sich die Inanspruchnahme und zahngesundheitliche Befundlage durch den Eintritt einer Pflegebedürftigkeit im Vergleich zu Nichtpflegebedürftigen verändert. Hierüber werden Erkenntnisse erwartet, günstige Zeitpunkte und Anlässe für präventive Versorgung zu identifizieren.
  • Für eine Anzahl von etwa 400 Pflegebedürftigen, die die DAK direkt um eine Beteiligung bitten wird, werden im TP III die objektive Mundgesundheit im Kontext des somatischen Gesundheitszustandes und der mundgesundheitlichen Lebensqualität analysiert. Die Untersuchung finden entweder in Häuslichkeit oder in kooperierenden Zahnarztpraxen statt.
  • Im TP IV werden alle Teilergebnisse zusammengefasst und in die Entwicklung eines integrierenden Versorgungspfades eingebracht.

 

Projektleitung: Dr. Alexander Konnopka, Claudia Schulz, Prof. Dr. Hans-Helmut König Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung (IGV), Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf, Dr. Thomas Zimmermann, Prof. Dr. Martin Scherer Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin (IPA), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Prof. Dr. Petra Schmage, Prof. Dr. Dr. Thomas Beikler, Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung (PPZ), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Konsortialpartner: Prof. Dr. phil. Peter Stratmeyer, KoPM®-Zentrum, Hochschule für Angewandte Wissenschaft (HAW); Dr. Stefanie Schellhammer, DAK Gesundheit; Dr. Eric Banthien (Kassenzahnärztliche Vereinigung Hamburg (KZVH)

Projektlaufzeit
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ProjektBudget
220.000
Einrichtungen
CCG - Gesundheit Fakultät Wirtschaft und Soziales
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