Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten: Ein Forschungstransferprojekt zu aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Als Teil der im Sozialgesetzbuch VIII geregelten Kinder- und Jugendhilfe ist es ihr Auftrag, jungen Menschen Ermöglichungsräume zu bieten, in denen sie Bildungs-, Verantwortungs- und Integrationspotentiale entfalten können. Das beinhaltet u.a. die Bereitstellung entsprechender Angebote für junge Menschen zur Förderung ihrer Entwicklung.
Für viele Jugendliche in Hamburg sind Offene Einrichtungen ein wichtiger Ort des Aufwachsens: hier bekommen sie Unterstützung durch Sozialarbeiter*innen, treffen Peers und werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Unter den jetzigen Pandemie-Bedingungen wird die Arbeit mit den jungen Menschen allerdings für längere Zeit nicht mehr so stattfinden können, wie die Konzepte es bisher vorsehen.
In Zusammenarbeit von Hochschule und Praxis werden im Rahmen des Forschungstransferprojektes die Corona-bedingten veränderten Rahmenbedingungen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Hamburg mit Fokus auf die aktuellen Herausforderungen empirisch untersucht und Perspektiven für das Handlungsfeld herausgearbeitet.

Forschungsplanung
Unter Mitwirkung von Praktiker*innen, Expert*innen sowie Adressat*innen der OKJA führt die HAW Hamburg unterschiedliche Datenerhebungen durch und leistet mit deren Auswertungen einen Beitrag zur Analyse der aktuellen Entwicklungen innerhalb des Handlungsfeldes.
Das empirische Vorgehen umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Methoden in verschiedenen Erhebungssettings und schließt an die Ergebnisse der Studie „Der Lockdown ist kein Knock-Down: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg“ an. Es beinhaltet Befragungen von hauptberuflichen Mitarbeitenden als auch jugendlichen Nutzer*innen der Offenen Einrichtungen sowie Expert*innen-Interviews mit Personen aus verschiedenen fachlichen Ebenen (z.B. Verantwortliche in Fachverbänden und Interessenvertretungen, Verantwortliche in behördlichen Strukturen, Verantwortliche in Gremien).
Die gewonnenen Erkenntnisse werden fortlaufend mit den aktuellen wie zukünftigen pädagogischen Fachkräften in (Online-)Veranstaltungen rückgekoppelt und in Fachpublikationen veröffentlicht. Darüber hinaus werden die Projektergebnisse auf bundesweiten Fachtagungen vorgestellt und verbreitet.  
Ziel ist es, durch die wissenschaftlichen Erhebungen in Zusammenarbeit von Hochschule und Praxis zu aktuell notwendigen, praxisrelevanten (Neu-)Entwicklungen der OKJA aufgrund der besonderen Herausforderungen in Corona-Zeiten beizutragen.

Transferpartner aus der Praxis
Verschiedene Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg, Fachorganisationen, behördliche Strukturen

Kontakt
Thurid Blohm
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Department Soziale Arbeit
T +49 40 428 75 7119
ForschungOKJA (@) haw-hamburg.de

 

Projektlaufzeit
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ProjektBudget
29.971
Mittelgeber
Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG)
Einrichtungen
Fakultät Wirtschaft und Soziales
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