POMIKU

Postmigrantische Familienkulturen

Das Projekt „Postmigrantische Familienkulturen“ (kurz: Pomiku) erforscht Familienkulturen in einem postmigrantischen Kontext am Beispiel der Großwohnsiedlung Lenzsiedlung in Hamburg Eimsbüttel. Es wird untersucht, wie sich kulturell unterschiedliche Formen der Familienführung auf die soziale Kohäsion und das Zusammenleben im Quartier auswirken. Von besonderem Interesse sind z. B. existierende Normen und Wertvorstellungen in Bezug auf Familie, Alltagsleben, Rituale, Familienklima und Gesundheit. Damit verbunden achten wir auf die genutzten Sprachen im Rahmen unterschiedlicher Anlässe im Prozess des Ankommens und im Verlauf der weiteren Integration sowie des Miteinanders im Quartier. Mit der Fokussierung auf Familienkulturen kommt ein Bereich des alltäglichen Lebens in den Blick, der in der Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung vor Ort großen Raum einnimmt. Die Studie ermöglicht detaillierte Einblicke in die alltägliche Lebensführung, die auch für Beratungs- und Beteiligungskonzepte und -formate nutzbar gemacht werden sollen. Im Zentrum des Vorhabens stehen neben einer Bandbreite von qualitativen und quantitativen Methoden eine beteiligungsorientierte Ausstellungsreihe sowie ergänzende Projekte zu Aspekten der Familienkulturen in der Lenzsiedlung, die im Rahmen des Projekts erarbeitet und beforscht werden. Die Ergebnisse werden in Form von Transferwerkstätten an Akteure der Sozial- und Familienberatung, der Sozialen Arbeit und der Kinder- und Jugendhilfe in Hamburger Bezirken zur kollegialen Fachberatung zurückgespielt.

Verbundpartner: Uni Hamburg und Lenzsiedlung e.V.

Projektlaufzeit
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ProjektBudget
1.017.000
Mittelgeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Einrichtungen
Fakultät Wirtschaft und Soziales
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