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Gleichstellung
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Diversity Vision der HAW Hamburg

Bildungschancen sind in unserer Gesellschaft ungleich verteilt. Daran wollen wir etwas ändern. Als HAW Hamburg ist es uns ein zentrales Anliegen, Bildungsgerechtigkeit zu fördern.

Unsere Studierenden und Mitarbeitenden sind vielfältig, genauso wie ihre Kompetenzen. Wir wollen ihre Talente erkennen und sie in ihrem Kompetenzentwicklungsprozess unterstützen.

Gesellschaftliche Probleme und Konflikte sind komplex. Vereinfachende Antworten führen häufig zu weiteren Spannungen. Daher wollen wir wissenschaftlich-fundierte Lösungen für gesellschaftliche Probleme entwickeln.

Diese Werte leiten unser Handeln:

Chancengerechtigkeit, Antidiskriminierung und Wertschätzung als Kompass.

Das ist unser Weg:

Antwort auf/zuklappen Haltung
  • Wir begreifen vielfältige Perspektiven und Erfahrungen als bereichernd.
  • Wir sind bereit zum Perspektivwechsel.
  • Wir treten diskriminierendem Verhalten entschieden entgegen.
Antwort auf/zuklappen Reflexion
  • Wir machen uns unsere Einstellungen und Werthaltungen bewusst.

  • Wir reflektieren, wie wir gesellschaftliche Gruppen bewerten und ob diese Bewertung die Verteilung von Ressourcen und Anerkennung an unserer Hochschule beeinflusst.

  • Wir nehmen wahr und verstehen, wie sich gesellschaftliche Ungleichheit auf den Lebensalltag an unserer Hochschule und in der Gesellschaft auswirkt.

Antwort auf/zuklappen Gestaltung
  • Wir gestalten Strukturen und Prozesse so, dass sie die vielfältigen Ressourcen, Bedürfnisse und Voraussetzungen der Hochschulangehörigen berücksichtigen.

  • Wir tragen in Lehre, Forschung und Management aktiv dazu bei, Chancen zu ermöglichen und Ausschlüsse zu verringern.

  • Wir befördern eine lebendige und respektvolle Konfliktkultur.

Drei Personen betrachten sitzend eine Fotowand mit unzähligen Gesichtern

 

Was hat Hochschule mit Diversität zu tun?

Die Realität in den Seminarräumen und auf dem Campus zeigt, dass es typische Studierende oder Mitarbeitende an der HAW Hamburg nicht gibt. Studierende und Mitarbeitende haben vielfältige Bedürfnisse, Voraussetzungen und Ressourcen, mit denen sie ihren Studien- und Arbeitsalltag an der HAW bewältigen. Manche HAW-Mitglieder haben Kinder, finanzieren sich ihr Studium selbst oder studieren als erste Person aus ihrer Familie. Andere  sehen nicht gut, aber hören umso besser und einige haben eine andere Muttersprache als Deutsch oder keinen deutschen Pass.

Diversity-Kategorien sind Geschlecht, kulturelle Herkunft, sozialer Status, Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung. Diese zentralen „Diversity-Dimensionen“ sind weiterhin verschränkt mit variableren Aspekten wie Religion, Nationalität, Hochschulzugangs-berechtigung, Voll- und Teilzeitstudium oder Studiengang. Abhängig davon in welche gesellschaftlich gemachten Diversity-Kategorien Menschen einsortiert werden, sind sie im Hochschulalltag benachteiligt oder privilegiert.

Diversity-Kategorien sind verwoben miteinander. So mag der Professorinnenanteil an einer Fakultät inzwischen gestiegen sein, doch dies trifft vor allem für weiße Frauen aus akademischen Elternhäusern zu. Schwarze Frauen oder Frauen mit Migrationshintergrund aus Arbeiterfamilien sind nach wie vor selten anzutreffen.

Diversity Management meint den bewussten Umgang mit dieser Vielfalt an Hochschulen. Dies umfasst zwei Aspekte: Erstens, sollen Strukturen und Prozesse an Hochschulen so gestaltet sein, dass sie die vielfältigen Bedürfnisse, Voraussetzungen und Ressourcen berücksichtigen, mit denen Hochschulangehörige ihren Studien- und Arbeitsalltag bewältigen. Zweitens, soll kritisch reflektiert werden, wie in unserer Gesellschaft Unterschiede herstellt werden und wie diese schließlich benutzt werden, um eine ungleiche Verteilung von Ressourcen sowie fehlende Anerkennung und Ausgrenzung zu rechtfertigen.

Wie plant die HAW Hamburg mit dem Thema Diversität umzugehen?

Die HAW Hamburg hat sich in ihrem Struktur- und Entwicklungsplan 2016–2020 zum Ziel gesetzt, ihre Hochschulkultur und Strukturentwicklung vielfältig, international, geschlechtergerecht, familienfreundlich, inklusiv und diskriminierungsfrei auszurichten. Als lernende Organisation bezieht sie Vielfalt als Querschnittsthema mit ihren unterschiedlichen Facetten aktiv in sämtliche Handlungsfelder und Entscheidungsprozesse ein. Dazu erarbeitet sie ein Diversity Management-Konzept, wie im Hamburger Hochschulgesetz (§3 Abs.4) gefordert.

Aufgabe und Ziel eines Diversity Managements an der HAW ist es, die Studien- und Arbeitsbedingungen und die Kultur an der HAW so zu gestalten, dass sie die unterschiedlichen Bedürfnisse, Voraussetzungen und Ressourcen ihrer Mitarbeitenden und Studierenden berücksichtigen, HAW-Angehörige und Gäste keine Diskriminierung erfahren und alle ihre Potenziale bestmöglich entfalten. Dazu nimmt die HAW Hamburg am Diversity Audit des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft teil.

Letzte Änderung: 17.09.19

An die Redaktion

Kontakt

Isabel Collien

Referentin für Diversity und Intersektionalität

diversity(@)haw-hamburg.de

Aktuelles

Broschürenreihe "Menschen respektvoll begegnen"

Aktuell entwickeln wir an der Stabsstelle Gleichstellung eine Broschürenreihe zum Thema Respekt. Die erste Broschüre zum Thema "Selbstbezeichnungen" (Stichworte: People of Color, trans*, queer, ...) ist bereits fertig. In Planung sind eine Broschüre zu "Namen und Pronomen" sowie eine Broschüre zu "Ableism".

Fachgespräch zu Rassismus und Cis-Sexismus

18. Juni 2019, ab 14.30 Uhr

Alexanderstraße 1, Versammlungsstätte

Programm

Impetus Artikel zum Thema Gendern

In der Impetus #27 wird Diversityreferent*in Isabel Collien zum Thema Gendern befragt (S. 28-31). Viel Spaß beim Lesen!

Diversity Termine

Equal Pay Day

18. März

Diversity Tag: 28. Mai