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Was kostet Open Access?

Für den Leser ist der Zugriff auf Open Access Publikationen kostenfrei!

Die Bereitstellung von Open-Access Veröffentlichungen in einem Hochschulrepositorium ist im Allgemeinen für den Autor kostenlos.
Auch in anderen Open-Access-Portalen, wie zum Beispiel dem der ZBW, können Autoren ohne Gebühren publizieren.

Beim Veröffentlichen von Zeitschriftenartikeln und anderen Publikationen durch kommerzielle Verlage entstehen jedoch für den Autor häufig Kosten, da der Verlag die Infrastruktur, um Werke entgegenzunehmen, zu verwalten, zu veröffentlichen und zu verteilen, finanzieren muss.

Article Processing Charge (APC)

Nach der Annahme und vor der Veröffentlichung eines Artikels werden hierbei die Publikationskosten durch den Autor selbst, häufig aber auch durch Förderinstitutionen oder den Arbeitgeber gezahlt.

Verschiedene wissenschaftliche Verlage haben sehr unterschiedliche Gebühren von unter 80 Euro bis über 3000 Euro.

Open-Access-Artikel haben oft einen Aufpreis; zum Beispiel verlangt das Proceedings der National Academy of Sciences regelmäßig 1400 Euro pro Artikel, mit einem Zuschlag von 1100 für Open-Access. Das Journal of Geophysical Research, als weiteres Beispiel, nimmt rund 800 Euro für geschlossenen Zugang und 3000 Euro für Open-Access.

70 % der Open-Access-Zeitschriften verzichten bei Autoren, die wenig Geld zur Verfügung haben, ganz auf das APC oder verwenden ersatzweise das Geld von APC zahlenden Autoren.

SHIEBER, What percentage of open-access journals charge publication fees?

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Wie lassen sich die Kosten von Open Access finanzieren?

Forschungsförderung

Autoren können bei verschiedenen Institutionen, z.B. der DFG, Gelder zur Übernahme der Publikationskosten beantragen. Dies geschieht am besten bereits beim Einreichen eines Forschungsantrags, da die Publikationskosten häufig nur einen geringen Teil der Gesamtkosten eines Forschungsprojektes beinhalten. Aber auch nach Beendigung eines Forschungsprojektes gibt es noch diverse Möglichkeiten, Fördermittel für Publikationen zu erhalten.

Arbeitgeber / Hochschule

Manchmal zahlt der Arbeitgeber bzw. die Hochschule des Autors dessen Publikationsgebühren. Dies ist abhängig von der Art des Projekts und von der Hochschule.

Publikationsfonds

An vielen Hochschulen gibt es inzwischen Publikationsfonds. Hier können Autoren Geld für die Übernahme ihrer Publikationskosten beantragen.

Die Einführung von Publikationsfonds wird zum Beispiel durch das Programm „ Open Access Publizieren“ von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Neben der Unterstützung durch die DFG soll die jeweilige Hochschule auch selbst den Publikationsfond zu zunehmend größeren Teilen mitfinanzieren. Zudem stellt die DFG Förderungsbedingungen an die Hochschulen und die Autoren, wie beispielsweise einen Höchstbetrag an Publikationskosten pro Artikel von 2000 Euro.

Für die HAW ist das Einrichten eines Publikationsfonds bereits angedacht.

Finanzierung durch Communities

Im Unterschied zu Publikationsfonds werden hierbei nicht einzelne Publikationen, sondern das gesamte Publikationsaufkommen einer Hochschule von Institutionen einer Community finanziert, wie z.B. von wissenschaftlichen Fachgesellschaften oder Verbänden. Das bedeutet einen geringeren Verwaltungsaufwand als die individuelle Regelung der Finanzierung mit den Autoren. Die Kosten werden häufig durch Mitgliedsbeiträge gedeckt.

Author-pays-Modell

Autoren beteiligen sich über Artikel- oder Seitengebühren an den Publikationskosten oder tragen diese vollständig selbst.

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Letzte Änderung: 06.02.18

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