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Glossar zu Open Access

APC

Häufig müssen Autoren für die Veröffentlichung in Open-Access Zeitschriften Publikationsgebühren entrichten. In der Regel orientieren sich diese an den durchschnittlichen Kosten, die einem Verlag pro Veröffentlichung entstehen. Diese Gebühren werden als Article Processing Charge (APC) bezeichnet.

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BASE

BASE (Bielefeld Academic Search Engine) ist eine von der Universitätsbibliothek Bielefeld betriebene Suchmaschine für wissenschaftliche Dokumente. BASE ermöglicht den Zugang zu den Inhalten wissenschaftlicher Dokumentenserver, die im Rahmen der Open-Access-Bewegung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dabei wird der Anspruch erhoben, durch die intellektuelle Auswahl von Quellen, Zugriff auf qualifizierte Informationen verbunden mit umfangreichen Metadaten zu bieten.

Suchmaschine BASE

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Berliner Erklärung

Die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen ist eine wissenschaftspolitische Deklaration zu Open Access. Sie wurde von 566 nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen unterzeichnet und gilt als wichtiger Meilenstein der Open-Access-Bewegung. Neben der Forderung nach freiem Onlinezugang zu wissenschaftlicher Zeitschriftenliteratur, wird auch der freie Zugang zu in Archiven, Bibliotheken und Museen verwahrten Kulturgütern gefordert. Seit 2003 finden jährlich Berlin-Konferenzen statt, um den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zu fördern.

Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities

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CC

Creative Commons (CC) ist eine amerikanische gemeinnützige Organisation. Sie veröffentlicht verschiedene Standard-Lizenzverträge, mit denen ein Autor der Öffentlichkeit auf einfache Weise Nutzungsrechte an seinen Werken einräumen kann. Dabei existieren verschiedene Lizenzmodelle mit unterschiedlich ausgestalteten Nutzungsrechten.

Creative Commons Deutschland

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DEAL

DEAL ist ein Kooperationsprojekt mehrerer Deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen, das das Ziel verfolgt, bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Durch den Abschluss eines Konsortialvertrages auf Bundesebene sollen die einzelnen Einrichtungen finanziell entlastet und der Zugang zu wissenschaftlicher Literatur für die Wissenschaft auf breiter und nachhaltiger Ebene verbessert werden. Zugleich soll eine Open-Access-Komponente implementiert werden.

Projekt DEAL

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DOI

Ein Digital Object Identifier ist ein eindeutiger und dauerhafter digitaler Identifikator für physische, digitale oder abstrakte Objekte. Er wird vor allem für Online-Artikel wissenschaftlicher Fachzeitschriften verwendet. Mit Hilfe eines DOI können beispielsweise Bücher oder Dokumente online aufgefunden werden, z.B. findet man unter der DOI 10.1000/182 das DOI-Handbuch.

DOI Handbook

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Embargofristen

Wurde ein Werk in einem Verlag veröffentlicht und möchte der Autor dieses Werk zweitveröffentlichen, etwa im Open Access-Repositorium seiner Hochschule, gilt dafür eine gesetzliche und ggf. eine vertraglich mit dem Verlag vereinbarte Embargofrist. Diese legt fest, wie viel Zeit nach der Erstveröffentlichung verstreichen muss, bevor eine Zweitveröffentlichung legal möglich ist. Paragraf 38 des Urheberechtsgesetzes legt für wissenschaftliche Aufsätze eine Embargofrist von einem Jahr fest, sofern keine vertraglichen Vereinbarungen dem entgegenstehen. Auskünfte, unter welchen Bedingungen bei welchen Verlagen eine Zweitveröffentlichung erlaubt ist, gibt die SHERPA/RoMEO-Liste.

SHERPA RoMEO Search

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Forschungsdatenmanagement

Unter dem Management von Forschungsdaten werden alle Maßnahmen verstanden, die sicherstellen, dass digitale Forschungsdaten nutzbar sind. Forschungsdaten sind die (digitalen) Daten, die während eines Forschungsprozesses entstehen oder sein Ergebnis sind.

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Goldener Weg

Der Goldene Weg des Open Access Publizierens bezeichnet die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Werke als Artikel in Open-Access-Zeitschriften, als Open-Access-Monografie oder als Beitrag in einem Open Access erscheinenden Sammelwerk oder Konferenzband. Mit dem Verlag wird in der Regel ein Publikationsvertrag geschlossen, der bestimmt, welche Nutzungsrechte die Autorinnen und Autoren der Zeitschrift bzw. dem Verlag einräumen und welche Nutzungsbedingungen für die entgeltfrei zugänglichen Dokumente gelten sollen. Ein solcher Vertrag wird oftmals durch eine Open-Access-Publikationslizenz ergänzt, durch die Autor/innen den Nutzer/innen weitergehende und genau spezifizierte Rechte einräumen können.

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Grauer Weg

Der Graue Weg beschreibt die Veröffentlichung Grauer Literatur, also solcher Veröffentlichungen, die über den Buchhandel nicht zu beziehen sind. Dazu gehören im wissenschaftlichen Bereich Abstract-Sammlungen, Seminar- und Diplomarbeiten, Dissertationen, Tagungsberichte und ähnliche Dokumente. Ein Peer Review findet bei diesen Dokumenten normalerweise nicht statt.

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Grüner Weg

Der Grüne Weg ist die Parallelveröffentlichung oder Selbstarchivierung, die auf privaten Homepages, Institutshomepages oder auf Dokumentenservern erfolgen kann. Die Autoren speichern eine Kopie ihres Aufsatzes oder ihrer Monographie, die sie beim Verlag eingereicht haben, öffentlich zugänglich auf einem Repositorium.

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HOS

Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Hamburger Forschung sollen frei zugänglich und einfach auffindbar für alle sein. Hamburg Open Science will in mehreren Schritten ein nutzerfreundliches Internetportal bieten, das wissenschaftliche Publikationen, Forschungsdaten und Informationen zu Forschungsprojekten, Open Access und Open Science zentral verfügbar macht.

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Langzeitarchivierung

Langzeitarchivierung umfasst die Erfassung, die langfristige Aufbewahrung und die Erhaltung der dauerhaften Verfügbarkeit von Informationen. Daten, die auf digitalen Datenträgern gespeichert sind, können in relativ kurzer Zeit nicht mehr lesbar sein. Die Ursachen für diesen Datenverlust sind die begrenzte Haltbarkeit der Trägermedien und der schnelle Medien- und Systemwandel. Um diesen Verlust zu verhindern ist Langzeitarchivierung unumgänglich, was im Rahmen von OA-Publikationen durch Hamburger Hochschulen bereits geleistet wird.

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Open Access

Open Access bezeichnet den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet. Auf dem Open-Access-Weg zu publizieren, gibt jedermann die Erlaubnis, dieses wissenschaftliche Dokument zu lesen, zu speichern, es zu verlinken, zu drucken, herunterzuladen und entgeltfrei zu nutzen.

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OpenAIRE

OpenAIRE ist ein Netzwerk von Repositorien und weiteren Datenquellen und bietet eine Vielzahl von Services rund um Open Access und Veröffentlichungen. Zudem ist OpenAIRE eine Suchmaschine für Open Access Artikel, mit dem Ziel den legalen Zugriff auf Open Access Publikationen zu erleichtern.

OpenAIRE

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OpenDOAR

OpenDOAR ist eine von der University of Nottingham betriebene Webseite auf der Open Access-Repositorien aufgelistet und auffindbar gemacht werden.

OpenDOAR

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OAIster

OAIster ist eine Metadaten-Suchmaschine der University of Michigan. Dafür werden unterschiedliche Dokumentenserver durchsucht und so gefundene Datensätze über eine Aggregator-Software gesammelt und zusammengeführt.

The OAIster database

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Peer Review

Ein Peer-Review ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung einer Arbeit durch unabhängige Gutachter aus dem gleichen Fachgebiet. Peer-Review ist im Wissenschaftsbetrieb von herausragender Bedeutung, um die Eignung eines wissenschaftlichen Textes zur Veröffentlichung zu beurteilen. Dadurch soll die Qualität von wissenschaftlichen Publikationen gewährleistet werden. Ebenso wird die Qualität von Anträgen zur Förderung von Forschungsprojekten mittels Peer-Review beurteilt.

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Platin-Weg

Der Platin-Weg des Open Access Publizierens, beschreibt eine Form der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten, bei dem weder für die Leser/innen, noch für die Autor/innen Kosten anfallen. Alle anfallenden redaktionellen und verlegerischen Kosten werden durch Sponsoren getragen.

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Postprint

Als Postprint werden Versionen von wissenschaftlichen Aufsätzen bezeichnet, die bereits ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen und vom Gutachter geforderte Änderungen vorgenommen haben.

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Preprint

Als Preprint werden Versionen von wissenschaftlichen Aufsätzen bezeichnet, die bereits vor der offiziellen Publikation veröffentlicht werden. Sie haben zu diesem Zeitpunkt noch kein Peer-Review-Verfahren durchlaufen.

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Publikationsfonds

Ein Publikationsfonds übernimmt Autorengebühren für Artikel von Universitätsangehörigen in Open Access-Zeitschriften, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. In der Regel werden die Bedingungen von der Einrichtung des Publikationsfonds festgelegt.

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Repositorium

Ein Repositorium ist ein verwalteter Ort zur Aufbewahrung geordneter Dokumente, die öffentlich oder einem beschränkten Nutzerkreis zugänglich sind. Heute ist die häufigste Verwendung des Begriffs in der englischsprachigen Übersetzung Repository zu finden. Diese steht umgangssprachlich für die Speicherung von Daten und Dokumenten in der EDV und im Internet. Unterschieden werden institutionelle und disziplinäre Repositorien. Als institutionelle Repositorien werden Dokumentenserver bezeichnet, die von Institutionen (meist Universitätsbibliotheken, anderen Infrastruktureinrichtungen oder Forschungsorganisationen) betrieben werden und ihren Mitgliedern die digitale Publikation wissenschaftlicher Dokumente ermöglichen. Disziplinäre Repositorien hingegen sind institutionsübergreifend und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern thematisch gebündelt, z.B. für eine Fachdisziplin, zur Publikation und Archivierung ihrer Arbeiten zur Verfügung. Viele Open-Access-Repositorien könne über OpenDOAR gefunden werden.

OpenDOAR

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SHERPA/RoMEO

SHERPA/RoMEO ist ein von britischen Hochschulen entwickelter Dienst, der die urheberrechtlichen und Open-Access-Richtlinien zur Selbstarchivierung akademischer Zeitschriften aufzeigt. Die Datenbank verwendet ein Farbcodierungsschema, um Publisher gemäß ihrer Selbstarchivierungsrichtlinie zu klassifizieren. Dies zeigt den Autoren, ob das Journal die Preprint- oder Postprint-Archivierung in ihren urheberrechtlichen Transfervereinbarungen erlaubt.

SHERPA/RoMEO Search

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Letzte Änderung: 12.02.18

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