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Frei und offen publizieren

Sie sind AutorIn wissenschaftlicher Werke und wollen für jedermann frei zugänglich veröffentlichen? Auf dieser Seite finden Sie Fragen zu diesem Thema beantwortet.

Die Veröffentlichungswege

Die Wege, auf denen Open Access-Werke veröffenlicht werden, sind grundsätzlich in zwei Wege unterscheidbar:

Eine Veröffentlichung kann auf zwei Wegen frei zugänglich werden:

Wenn z. B. ein Artikel von vorneherein im Open Access publiziert wird und frei nutzbar ist, geschieht dies auf dem goldenen Weg.

Wurde ein Beitrag bereits traditionell in einer Zeitschrift oder als Buch veröffentlicht, und wird erst später, vielleicht nach Verstreichen einer Embargofrist, frei zugänglich gestellt, geschieht das auf dem grünen Weg.

Vor dem allgemeinen Rechtstext hat Ihr Verlagsvertrag oberste Gültigkeit. Bevor Sie über eine Veröffentlichung nachdenken, lohnt sich ein Blick in den Vertragstext.

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Preprints

Wenn die veröffentlichte Version eines Textes nicht frei zugänglich stellen kann, sollte die Veröffentlichung als Pre-Prints versuchen. Ein Pre-Print ist die originale Manuskriptversion, die noch nicht zum Verlag geschickt wurde. Diese Textversion darf keine Verlagsformatierungen oder inhaltlichen Änderungen der GutachterInnen enthalten.

Wenn das Pre-Print nach der Veröffentlichung online gestellt wird, wird grundsätzlich ein Literaturhinweis auf den Journalartikel oder das Buchkapitel gesetzt. Ein bekanntes Repositorium für Pre-Prints ist arXiv.org.

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Postprints

Ein Post-Print ist im Gegensatz zum Pre-Print bereits anderweitig erschienen. Eine andere Bezeichnung hierfür ist auch akzeptierte Autorenfassung. Deren Veröffentlichung geschieht dann neben der Fassung des Verlages, oder der Zeitschrift. Beachten sollten Sie, ob Sie mit dem Verlag eine Sperr- oder Embargofrist vereinbart haben.

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Die Zeitschriften

Wenn ein Autor eine Zeitschrift sucht, in der er seinen Text veröffentlichen kann, hat er inzwischen recht gute Möglichkeiten der Suche. Es existieren verschiedene Webseiten, die sich auf das Auffinden von Open Access (OA) Zeitschriften spezialisiert haben.

  1. Die bekannteste und am breitesten aufgestellte Seite ist das Directory of Open Access Journals, DOAJ.
  2. Weiterhin gibt es die Webseite www.openaccessjournals.com.
  3. Die Quellenliste der Suchmaschine BASE (Bielefeld Academic Search Engine) listet über 5000 Open Access-Quellen auf.

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Die Repositorien

Repositorien sind Internetplattformen, auf denen die Texte gespeichert werden. Im engeren Sinne ist es also einfach nur ein Server, auf dem die Daten gespeichert sind, tatsächlich verfügen aber die meisten Repositorien auch über eine Benutzeroberfläche, auf der die Texte gesucht werden können.

Die Repositorien, die die Open Access Inhalte darbieten, sind vielfältig, auch wenn es nicht so viele Seiten gibt, die sich der Suche nach Repositorien widmen.

Es gibt verschiedene Arten von Repositorien: Fachrepositorien (disziplinäre Repositorien) und institutionelle Repositorien (interdisziplinäre Repositorien).

Ein Beispiel für ein institutionelles Repositorium wäre zum Beispiel das Repositorium der HAW. Auf dem Repositorium der HAW, mit Namen „Hochschulschriftenserver der HAW“ finden Sie, wie der Name schon sagt, die Hochschulschriften der HAW. Es handelt sich also um ein Repositorium, dessen Sammlung die Dokumente einer Institution umfasst.

Ein Fachrepositorium ist dagegen ein Repositorium, dessen gesammelte Dokumente aus einem bestimmten Fach stammen. Hierfür wäre das Repositorium „EconStor“ der Zentralbibliothek für Wirschaftswissenschaften ZBW ein gutes Beispiel. Selbstverständlich ist EconStor ein Beispiel für das Fach Wirtschaftswissenschaften.

Ein großer Vorteil von Repositorien ist, dass sie im Gegensatz zu Zeitschriften genug Platz bieten, dass Forscher auf Repositorien auch ihre Forschungsdaten publizieren können. So können die Daten leichter nachnutzbar gemacht werden.

Für die Suche nach Open Access (OA) Repositorien empfiehlt sich die Plattform Directory of Open Access Repositories, DOAR.  Sie erschließt über 3000 verschiedene Repositorien (Stand Januar 2018).

Die Stadt Hamburg baut mit ihrem Programm Hamburg Open Science (HOS) mehrere Repositorien und Foschungsinformationssysteme, sowie ein zentrales Schaufenster auf.

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Die Begutachtung

Beim Veröffentlichen in Open Access-Formaten verläuft die Qualitätssicherung oft sehr ähnlich wie bei klassischen Publikationen ab.  Eine besondere Bedeutung erhält das Verfahren der Peer Review.

Hier könnten Ihnen auch die Ihnen bekannten KollegInnen aus dem Fachbereich der HAW helfen! Open Access-Zeitschriften haben häufig GutachterInnen zur Hand, an die sie z. B. Ihre Open Access-Arbeit schicken. Dadurch ist die Qualität von diesen Beiträgen im Open Access gesichert.

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Letzte Änderung: 06.02.18

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