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Open Data / Forschungsdaten

Was sind Forschungsdaten?

Im Zuge wissenschaftlicher Forschungstätigkeiten entstehen Forschungsdaten, zum Beispiel durch Experimente, Messungen, Erhebungen, Befragungen oder Quellenforschungen. Sie dienen als Grundlage weiterer Forschungstätigkeiten oder Publikationen. Dabei anfallende Primär- oder Rohdaten liegen in Form von numerischen Informationen, audiovisuellen Informationen, Laborwerten, Texten, Objekten aus Sammlungen oder Proben, Surveydaten u.v.m. vor.

Welchem Zweck dient Forschungsdatenmanagement?

Die langfristige Sicherung und Aufbewahrung von Forschungsdaten entspricht der "guten wissenschaftlichen Praxis", welche als Empfehlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in ihrer Denkschrift "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" aus dem Jahr 2013 niedergeschrieben und aktuell gültig ist.

Die Bereitstellung von Publikationen in Verbindung mit den verwendeten Daten, sowie deren Beschreibung erhöht die Transparenz und Auffindbarkeit von Forschungsergebnissen. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für eine Nachnutzbarkeit sowie Verifizierbarkeit dieser. Dadurch können sowohl unnötige Mehrarbeiten vermieden als auch Möglichkeiten für neue Forschungsvorhaben auch in anderen Kontexten eröffnet werden.

Im Rahmen der Drittmittelweinwerbung sind Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten und Open Access Publikationen Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Drittmitteleinwerbung für Antragsteller:

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten, Deutsche Foschungsgemeinschaft (DFG) 
Guideline on Data Management in Horizon 2010 (European Commission, 2013) 
Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, 10.10.2012 

Die Einhaltung der Vorgaben durch einen Managementplan dient als Nachweis dafür, dass diesen Leitlinien Genüge getan wird.

Wie Forschungsdaten im Idealfall bereitgestellt werden sollen, beschreibt das Fair Data Prinzip.

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Bild: Sangya Pundir, Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz

Bild: FAIR guiding principles for data resources von SangyaPundir am 17. November 2016 publiziert und lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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Was ist ein Datenmanagementplan?

Bereits zu Beginn eines Forschungsprojekts wird der Umgang mit Forschungsdaten geplant und entsprechend vom Projektstart bis zum Projektabschluss dokumentiert und umgesetzt. Diese Vorgehensweise wird skizziert und in einem Datenmanagementplan festgehalten.

Folgende Aspekte finden dabei im Rahmen eines Datenmanagementplans Berücksichtigung:

  • Projektbeschreibung
  • Existierende Typen von Daten
  • Zu erstellende Typen von Daten
  • Datenorganisation
  • Administrative und rechtliche Aspekte wie Urheberrecht und Datenschutz
  • Archivierung, Datenaustausch und Publikation
  • Verantwortlichkeiten und Pflichten im weiteren Umgang mit Daten
  • Kosten und Ressourcen

Bild: Die Grafik "Forschungsdaten-Lebenszyklus" von Hakan Pinarak (Hamburg Open Science) beruht auf dem Werk der SLUB Dresden. Dieses Werk wiederum basiert auf Darstellungen forschungsdaten.info und den UK Data Archive. Die Grafik ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

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Was sind die Vorteile eines Forschungsdatenmanagements?

  • Erfüllung der Anforderungen von Forschungsförderern
  • Nachnutzbarkeit durch Open Access
  • Wissenschaftssysteme werden zuverlässiger und effizienter
  • Auffindbarkeit und Zitierbarkeit durch standardisierte Metadaten
  • Daten stehen langfristigem sicher und persistent zur Verfügung
  • Standardisierte Forschungsdatenmanagement-Prozesse reduzieren unnötige Mehraufwände
  • Wissenschaftliche Prozesse werden robuster gegenüber Fehlern

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Letzte Änderung: 16.10.18

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