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Aukse Bowe - BA Bildung & Erziehung in der Kindheit

»Mitkämpfer haben statt Einzelkämpfer zu sein«

19.12.2013

Aukse Bowe, Litauen - Mit 21 Jahren ist Aukse Bowe mit dem Bus nach Hamburg gekommen. Über dreizehn Stunden dauert die Fahrt von ihrer Heimatstadt Marijampole in Litauen.

Damals kam sie als Au-Pair zu einer Familie in Niedersachsen. „Ich hatte in Litauen eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht, aber als ich fertig war, wusste ich überhaupt nicht was ich mit dem Diplom machen wollte“, erzählt sie. „Weil mir meine Deutschkurse in Litauen so viel Spaß gemacht haben, habe ich entschieden, ein bisschen Auslands­erfahrung zu sammeln.“

In Deutschland lernt sie ihren Mann kennen und gründet eine Familie. Als die Kinder in die Schule gehen, fällt die Entscheidung für ein Studium. „Ich habe mich immer für Kinder interessiert, also wollte ich unbedingt etwas studieren, wodurch ich später mit Kindern arbeiten kann.“ Sie erzählt weiter: „Ich überlegte zwischen Lehramt an der Universität oder ‘Bildung und Erziehung in der Kindheit‘ an der HAW Hamburg und habe mich für die HAW Hamburg entschieden, weil der Studiengang sich mit dem spannenden Thema Kindheitspädagogik beschäftigt und weil er so viel Praxisorien­tierung beinhaltet.“ In ‘BABE‘, wie die Studierenden den Studiengang kurz nennen, muss man in den Semestern 1 bis 6 pro Semester 180 Stunden Praxiserfahrung sammeln. „Die Methoden, die ich in den Vorlesungen lerne, kann ich praktisch anwenden und echte Kompetenzen schon im Studium entwickeln. Das finde ich richtig toll. Und ich genieße die Praktika, weil ich Kinder in verschiedenen Altersstufen kennen lernen kann. So kann ich sehen, mit welcher Altersgruppe ich später am liebsten zusammenarbeiten möchte.“  

Im Gespräch ist Frau Bowe sehr selbstsicher und man spürt ihre Begeisterung für das Studium. Der Studien­beginn war aber nicht ohne Ängste und Sorgen. „Ich wusste überhaupt nicht, ob ich das schaffe“, gibt sie zu „aber ein guter Freund hat mich ermutigt, es zu probieren.“ Da die Ausbildung in Litauen für ein Studium in Deutsch­land nicht reichte, musste sie ein Jahr lang das Studienkolleg besuchen, um die Hoch­schul­zugangs­berechtigung zu erlangen. Hier lernte sie, ‘wie die Deutschen lernen‘, wie sie sagt, und hier hat sie auch das Konzept „Lerngruppen“ kennen und schätzen gelernt. „Als ich mit dem Studium an der HAW Hamburg angefangen habe, gab es Erstsemestertutorien und hier gab es auch Lerngruppen.“ Sie erzählt weiter: „Gerade im ersten Semester ist es wichtig, schnell Leute kennen zu lernen und Netzwerke aufzubauen. Die Erstsemestertutorien geben dir diese Möglichkeit.“ 

Und weil sie von den Erstsemestertutorien so überzeugt ist, ist sie selbst Tutorin beim Team Studieneinstieg (TSE) geworden. Was macht man bei den TSE-Tutorien? Das Semesterprogramm besteht aus 10 Modulen à 90 Minuten und geht in erster Linie darum, das deutsche Hochschulsystem zu verstehen. Behandelt werden Themen wie Lernen an der Hochschule, die eigene Lernpersön­lich­­keit verstehen, Zeitmanagement, Selbst­motivation, Klausurvor­bereitung und Hausarbeiten schreiben sowie Berufsfelder erkunden. „Das deutsche System ist anders als in anderen Ländern und durch den Austausch mit Studierenden aus höheren Semestern steht dir ein großer Schatz an Wissen zur Verfügung“, sagt sie begeistert. „Es ist eine sehr entspannte Atmosphäre, weil es ein Angebot von Studierenden für Studierende ist. In der Gruppe sind wir auf einem Niveau. Deine Ängste werden ernst genommen und deine Fragen werden beant­wortet. Statt Einzelkämpfer zu sein, hat man hier Mitkämpfer.“        

iw 02/2014


Weitere Informationen: www.haw-hamburg.de/studieneinstieg.html

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Letzte Änderung: 13.02.14

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