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Thi Ngoc Anh Nguyen - BA Medien & Information

»Meine Eltern haben immer viel von Deutschland erzählt«

21.01.2014

Thi Ngoc Anh Nguyen, Vietnam - ‘Perle am Morgen‘ ist die hübsche Bedeutung von Ngoc Anh, dem zweiten Vornamen der fröhlichen Studentin aus Vietnam, mit der wir uns zum Fototermin in der Bibliothek der HAW Hamburg getroffen haben.

Die 21-jährige Studentin des Bachelor-Studien­ganges ‘Medien & Information‘ ist seit drei Jahren in Deutschland und Hamburg ist bereits zur zweiten Heimat für sie geworden. „Meine Eltern sind beide mit Anfang zwanzig nach Deutsch­­land gezogen und haben hier mehrere Jahre gearbeitet“, erzählt sie. „Während meiner Kindheit in Vietnam haben sie immer wieder von ihren schönen Erinnerungen erzählt und als ich überlegte, im Ausland zu studieren, war es für meine Eltern und mich klar, dass ich nach Deutschland gehen würde.“

Ngoc Anh interessierte sich schon lange für Medien und Eventmanagement und als am Studienkolleg Hamburg die Studiengänge der HAW Hamburg vorgestellt wurden, fand sie ‘Medien & Information‘ gleich ganz spannend. Und ist es nach drei Semestern immer noch spannend? „Ja!“ sagt sie ohne zu zögern. „Es gibt immer etwas Neues und wir lernen viele verschiedene Bereiche kennen. Wir machen Exkursionen und besuchen Verlage, Medienbetriebe und Fernsehstudios. So bekommen wir einen guten Überblick über die Bereiche, in denen wir später arbeiten können. Die Lehrenden haben sehr gute Kontakte zur Medienwelt. Zudem haben einige Kommilitonen bereits eine Aus­bildung und bringen viel praktische Erfahrung mit in die Seminare. Das macht den Studiengang so besonders.“

An der HAW Hamburg gibt es über 2.000 internationale Studierende, aber in ihrem Studiengang ist sie als internationale Studentin eher die Ausnahme. Das war am Anfang schwer für sie. „Wenn man im Ausland studieren möchte, muss man selbst­bewusst sein und auf Leute zugehen“, erzählt sie. „Es ist nicht immer leicht, die deutschen Studierenden kennenzulernen. Du musst sie ansprechen und fragen, ob sie mit dir ein Studienprojekt machen möchten. Aber dann sind sie total nett.“

Ihr Selbstbewusstsein und ihr Fleiß helfen Ngoc Anh auch im Studium. Sie gehört zu den internationalen Studierenden, die ein Leistungsstipendium der HAW Hamburg erhalten. „Ich bekomme Geld von meinen Eltern und habe auch einen kleinen Job als Aushilfe in einem Modegeschäft, aber durch das Stipendium muss ich nicht so viel jobben und kann mich mehr auf mein Studium konzentrieren. Es ist auch eine echte Motivation, gute Noten zu schreiben.“ Und gute Studienleistungen sind wichtig, denn die Studentin möchte nach dem Bachelor-Abschluss ein Master-Studium absolvieren; möglichst in einem anderen Land, in einer anderen Sprache.

Das Leben ist aber nicht nur Studium und Ngoc Anh genießt das Leben in Deutschland wie damals ihre Eltern. „Hamburg ist eine tolle Stadt“, schwärmt sie. „Sie ist sehr modern, groß und schön und das Leben ist sehr multi-kulti. Es gibt immer viel zu tun, aber man kann sich auch gut entspannen.“ Sie wohnt in der Studentenwohn­anlage Allermöhe, in einem Apart­ment mit fünf anderen Studierenden. Hier sitzt man oft abends in der gemein­samen Küche und erzählt vom Tag, schaut zusammen Filme oder feiert gemeinsam Geburts­tage und Silvester. „Im Wohnheim gibt es viele verschiedene Nationalitäten und ich habe hier gute Freunde gefunden“, erzählt sie. „Ich werde oft gefragt, wie das Leben in Vietnam ist. Ich glaube, ich muss bald mal wieder nach Hause fliegen, um mehr über mein Land und meine Stadt herauszufinden“, sagt sie und lacht.   

iw  02/2014   

 

Stipendien: www.haw-hamburg.de/international/internationale-studierende/finanzen-und-foerderung.html


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Letzte Änderung: 13.02.14

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