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Fakultät Design Medien und Information
Department Medientechnik
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Partnership goes to Virtual Reality

23.04.2019

Ein Team aus dem Department Medientechnik der HAW Hamburg erweitert im Department „Film & Electronic Arts“ an der California State University Long Beach die Perspektiven eines langjährigen Erfahrungsaustausches um einen vollkommen neuen Baustein.

Eine „Eroberung am Fuße Hollywoods“ der anderen Art: Vom 23. März bis zum 1. April 2019 weilten Prof. Wolfgang Willaschek, Dipl.-Ing. Christina Becker und Gloria Schulz aus dem Department Medientechnik für eine Woche an der California State University in Long Beach, um ein weiteres Kapitel einer nun schon seit 2015 bestehenden Partnerschaft aufzuschlagen, die sich neben einem bewährten Studierendenaustausch vor allem in wechselseitigen Workshops mit klaren Themenschwerpunkten widerspiegelt.

Nach Workshops über Filmdramaturgie, Bildgestaltung und Sound Design und dem 2016 sowohl in Long Beach als auch in Hamburg realisierten Gemeinschaftsfilm „Oceans across“ stand dieses Mal ein über bisherige Erfahrungen hinausgehendes VR-Projekt im Fokus des gemeinsamen Interesses. Entsprechend dem an beiden Hochschulen vertretenen Prinzip, dass Projektarbeit und Praxisorientierung allemal wichtiger sind als bloße Theorie, wurden in enger Zusammenarbeit mit den vertrauten amerikanischen Partnern Prof. Kent Hayward und Prof. Bonnie Blackburn eigens herausgesuchte Textbausteine – etwa ein barocker Arientext oder Szenen aus „Elektra“ von  Sophokles oder des amerikanischen Dichters Eugene O´Neill – mit Filmbeispielen zu einem „emotional work“ verbunden. Festgehalten wurden dabei in reger Teamarbeit mit den Studierenden Augen, Lippen, Hände, prägende Gesten, aber auch Eindrücke und Spiegelungen charakteristischer Orte auf dem Campus in Long Beach, zugleich ein herausforderndes Experiment, den eigenen Standort völlig neu zu entdecken.

Höhepunkt des Gemeinschaftsprojekts war dann zweifellos die Errungenschaft der Photogrammetrie und die Kunst des Hologramms, um durch beeindruckende Techniken analoge Objekte zu digitalisieren und mit Bild und Ton zu vereinen. Im Griechischen bedeutet Hologramm „vollständig“. Exakt dies wurde dann am Freitag, 29. März zum Abschluss des Workshops von den Teilnehmern realisiert: Jeweils zwei Studierende betraten mit VR-Brillen über dem Kopf eine Black Box, um die von ihnen selbst geschaffene Bühne aus Text, Ton, Bild und VR als Kreatoren zu erobern, als ihre eigenen Bühnenbildner und Regisseure. Verantwortliche, Lehrende und Studierende waren sich am Ende einer anregenden Woche einig, an einem faszinierenden Pilotprojekt teilgenommen zu haben, bewusst in anderen Realitäten weilend, innovativ, interaktiv, vor allem aber im Geist der gemeinsamen Initiativen dieser bewährten Hochschulkooperation. Eben in der Summe: VR einmal ganz anders!

Es ist keine virtuelle, sondern eine mit den Händen zu greifende Realität, wenn im Juni/Juli 2019 die amerikanischen Kollegen zum Gegenbesuch in Hamburg sein werden. Dann wird es darum gehen, weitere spannende Bausteine zwischen Storytelling und Medientechnik zu entwickeln und zu schaffen. Und vielleicht herrschen dann auch in Hamburg wieder über 80 Fahrenheit wie jetzt Ende März in Long Beach – Entschuldigung: um die 30 Grad!

Text: Prof. Wolfgang Willaschek (Department Medientechnik)

Letzte Änderung: 02.08.12

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